Sozialverband VdK wählt neues Präsidium Landeschef spricht sich gegen Paralympics-Siegerin aus

Der baden-württembergische Chef des Sozialverbands VdK, Roland Sing, hat sich gegen die Wahl von Verena Bentele an die Spitze des Bundesverbandes ausgesprochen. Sie fordert eine Bezahlung.

Sing kritisierte am Montag unter anderem die Forderung der früheren Behindertenbeauftragten der Bundesregierung nach einer Bezahlung. "Wenn an der Spitze Geld bezahlt wird, dann wird die ganze ehrenamtliche Struktur des Verbandes infrage gestellt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Ihm zufolge geht es um mehr als 100.000 Euro im Jahr, die Bentele bekommen soll. Die Delegierten sollen am Mittwoch auf dem VdK-Bundesverbandstag die Nachfolgerin der scheidenden Präsidentin Ulrike Mascher bestimmen.

Roland Sing und Verena Bentele (Foto: picture-alliance / dpa)
Links: Der baden-württembergische Chef des Sozialverbands VdK, Roland Sing, rechts: Die zur Wahl stehende Verena Bentele.

Bentele spricht von Entschädigung

Die blinde Biathletin und zwölffache Paralympics-Siegerin Bentele, die Präsidentin des Verbandes werden will, bestritt die von Sing genannte Summe. Sie verlange kein Gehalt, sondern eine angemessene Entschädigung für ihre Tätigkeit. Sie sei mit 36 Jahren anders als ihre Vorgänger im berufsfähigen Alter und brauche eine Entschädigung, um nicht in die Altersarmut abzurutschen. Ihre freiberufliche Tätigkeit als Beraterin und Rednerin könne sie nicht weiter in Vollzeit ausüben. Sie verwies darauf, dass der Bundesvorstand sich mehrheitlich hinter sie gestellt habe. Daraufhin hatte sich ein potenzieller Gegenkandidat zurückgezogen.

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