Kuriositäten vor der Wahl in Baden-Württemberg Keine Wahl ohne Pannen - "Mario" wird zu "Marco"

Kuriositäten vor der Wahl in Baden-Württemberg Keine Wahl ohne Pannen - "Mario" wird zu "Marco"

Wahlbriefe für die Kommunalwahl in Baden-Württemberg (gelb) und für die Europawahl (rosa) liegen in einem Regal.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Die Albstädter (Zollernalbkreis) bekommen noch einmal neue Stimmzettel für die Gemeinderatswahl zugeschickt. Grund ist ein falscher Buchstabe im Vornamen eines Kandidaten: Statt "Mario" stand "Marco" auf der Liste. Die Stadt kommt dieser Fehler teuer: 55.000 neue Stimmzettel mussten gedruckt werden, das kostete 38.000 Euro. Immerhin: Stimmen, die bereits per Briefwahl abgegeben wurden, sind gültig und werden ausgezählt. picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa
In Herxheim fehlen die Wohnorte der Kandidaten (Symbolbild) Collage:SWR
In Freiburg bekamen in den vergangenen Wochen alle seit der letzten Wahl geborenen Kinder Post von den Grünen. Dabei konnten die Angeschriebenen den Brief zur Kommunal- und Europawahl höchstwahrscheinlich nicht lesen. Ihre irritierten Eltern meldeten sich bei der Stadt - so kam heraus, dass die Stadtverwaltung der Partei einen falschen Datensatz gegeben hatte. Colorbox
Auch passiert in Freiburg: Bei der Vorbereitung der Landtagswahl Baden-Württemberg stellte die Stadt 2016 fiktive Wahlergebnisse online. Die Daten waren für interne Technik-Tests gedacht. picture alliance
Die Stadt Mannheim lässt seit Montag hunderte Wahlplakate entfernen. Der Grund: Manche Plakate wurden an Verkehrszeichen oder Bäumen angebracht, was unzulässig ist. Die Kosten für den Einsatz müssen nun die Parteien zahlen. "Bei diesem Kommunalwahlkampf haben es alle übertrieben, auch wir als CDU", so der CDU-Kreisvorsitzende Nikolas Löbel. Sunset getty images premium acess
Im Stadtteil Calw-Hirsau können Wähler bei der Ortschaftsratswahl am 25. Mai nur eine Liste wählen - die der Freien Wähler. Dies liegt daran, dass es bei den Parteien SPD und CDU zu Fehlern bei der Aufstellung kam. Sie wurden deshalb nicht nur in Hirsau, sondern auch in den Stadtteilen Altenburg und Stammheim nicht zugelassen. Zum einen waren zur Aufstellungsversammlung zu wenig Ortschaftsräte gekommen. Zum anderen unterschrieben Mitglieder die Listen, die nicht in den Stadtteilen wohnen. Colorbox
Eine Quelle für Fehler ist immer wieder der Stimmzettel: In Ettenheim (Ortenaukreis) wurden 2017 bei der Briefwahl für die Bundestagswahl Stimmzettel aus dem Jahr 2013 herausgegeben. Die darauf abgegebenen Stimmen waren somit ungültig. Der Bürgermeister schaltete sogar die Polizei ein, um zu klären, wie es dazu gekommen war - ohne Erfolg. Die Betroffenen konnten sich beim Bürgerbüro melden und auf den richtigen Stimmzetteln (neu) abstimmen. picture alliance / dpa Themendienst
Auch Pforzheim kann davon ein Lied singen. Bei der letzten Kommunalwahl verschickte die Stadt zehn Jahre alte Wahlunterlagen an rund 200 Wähler. Sie wurden gebeten, sich beim Wahlamt zu melden, um einen neuen Stimmzettel zu erhalten. Die alten Stimmzettel waren wohl für Schulen und Unterrichtszwecke aufbewahrt, aber irrtümlicherweise an Briefwähler geschickt worden. picture alliance / Uli Deck/dpa

Der 26. Mai wird für die Gemeinden und Kreise ein Großkampftag. Bereits im Vorfeld der Kommunal- und Europawahl passierten Fehler: von Wahlwerbung an Kleinkinder bis zu Vertippern, die viel Geld kosteten.

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