Stuttgart: Peter Hauk (CDU), Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz von Baden-Württemberg, spricht während einer Pressekonferenz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Nach Fund von Bakterien in Wurstwaren Hauk kritisiert hessische Behörden im Wilke-Skandal scharf

Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Hauk wirft den hessischen Behörden im Wilke-Skandal Fahrlässigkeit vor. Er spricht von einer "mangelnden Transparenz", die er so noch nie erlebt habe.

Bereits seit Ostern sei das Listerien-Problem bei Wilke bekannt gewesen, sagte Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) dem SWR. Damals seien bei Kontrollen in Balingen (Zollernalbkreis) in einem Wilke-Frischwurstaufschnitt Keime nachgewiesen worden. "Die Nichtreaktion ist eine grobe Fahrlässigkeit der verantwortlichen Behörden und hat Menschenleben aufs Spiel gesetzt", sagte Hauk am Mittwoch.

Drei Todesfälle durch Listerien in Wurst

Auch nach den Untersuchungen im August habe es Wochen gedauert, bis die Firma geschlossen wurde. Hauk sprach von einer mangelnden Transparenz, die er noch nie erlebt habe. Wilke war Anfang Oktober nach inzwischen drei Todesfällen durch Listerien geschlossen worden. Mindestens einer der Toten soll aus Baden-Württemberg kommen.

Seitdem werden immer mehr Details bekannt, es ist von katastrophalen hygienischen Zuständen die Rede. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Geschäftsführer von Wilke.

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