Millionenschaden durch "Chef-Betrug" in Baden-Württemberg Betrugsmasche: Innenminister Strobl warnt Firmen vor "CEO-Fraud"

Das baden-württembergische Innenministerium warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Unternehmen um Millionensummen geprellt werden. Innenminister Strobl spricht von deutlich steigenden Fallzahlen.

Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, spricht während einer Pressekonferenz (Archiv) (Foto: dpa Bildfunk, Sebastian Gollnow (Archiv))
Die als "Chef-Betrug" (englisch: "CEO-Fraud") bezeichnete Betrugsmasche verursache auch in Baden-Württemberg großen Schaden, warnt Innenminister Thomas Strobl (CDU). Sebastian Gollnow (Archiv)

Als vermeintliche Chefs melden sich die Betrüger ähnlich wie beim Enkeltrick mit Telefonanrufen und gefälschten Mails bei Mitarbeitenden des Unternehmens und veranlassen die Überweisung hoher Summen. Davor werden die Firmen gezielt ausspioniert, um die Chefs oder Vorstände - im US-Amerikanischen "Chief Executive Officer" (CEO) oder "President" - zu imitieren. Daher wird die Betrugsmasche auch "Fake President" ("Falscher Präsident") oder "CEO-Fraud" ("Chef-Betrug") genannt.

750 Unternehmen betrogen, 50 Millionen Euro Schaden

750 Unternehmen in Baden-Württemeberg seien in den vergangenen vier Jahren mit der sogenannten "CEO-Fraud"-Masche angegriffen worden, so Innenminister Thomas Strobl (CDU) dem SWR. In rund 90 Fällen waren die Täter laut Landeskriminalamt erfolgreich. Sie verursachten dabei einen Schaden von rund 50 Millionen Euro. Davon konnten 18 Millionen Euro im Ausland gesichert werden, bevor sie verschwanden.

Dauer

Das Innenministerium rät Beschäftigten, vor Millionen-Überweisungen die Vorgesetzten zu fragen.

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