Hochwasser am Kocher bei Schwäbisch-Hall (Foto: SWR, Harald Holz)

Regen und Tauwetter Hochwassersituation in BW entspannt sich

Die Hochwasserlage in Baden-Württemberg hat sich entspannt. Auf der überfluteten B37 in Heidelberg haben am Dienstagvormittag die Aufräumarbeiten begonnen, sie ist inzwischen wieder befahrbar.

Bereits am Montagvormittag gingen die Wasserstände vieler über die Ufer getretener Flüsse in Baden-Württemberg wieder zurück. Wie die Hochwasservorhersagezentrale mitteilte, war der Höchststand des Neckars bei Heidelberg am Montagabend erreicht. Am Rhein seien die Wasserstände bis Dienstagvormittag nur noch leicht gestiegen. Auch an Neckar, Jagst, Kocher und Fils sanken die Pegelstände wieder. Nur am Neckar bei Gundelsheim und der Kocher bei Wöllstein waren die kritischen Hochwassermarken noch überschritten.

Auf der wegen Überflutung gesperrten B37 in Heidelberg sollten am Dienstagvormittag die Aufräumarbeiten beginnen. Die Straße war gesperrt worden, weil ein Abschnitt von etwa 100 Metern unter Wasser stand. Die Sperrung ist am Dienstagmittag aufgehoben worden.

Bilder des Hochwassers von Montag

Hochwasser in Baden-Württemberg Flüsse und Bäche sind über die Ufer getreten

Hochwasser entlang des Heidelberger Neckarufers. Im Hintergrund die Alte Brücke. (Foto: SWR)
Wenn der Neckar Hochwasser führt, sieht die "Alte Brücke" in Heidelberg immer besonders spektakulär aus. Es trifft dann regelmäßig das stadtseitige Ufer. Bild in Detailansicht öffnen
Zugänge zu überfluteten Teilen sind abgesperrt. Für Autofahrer wie Fußgänger ist am Neckarufer in Heidelberg derzeit kein Durchkommen. Bild in Detailansicht öffnen
Der Blick von der Brücke zeigt die überschwemmt Uferstraße und B37 am Neckar in Heidelberg besonders deutlich. Bild in Detailansicht öffnen
Der Neckar ist jedoch auch schon weiter flussaufwärts über die Ufer getreten: wie hier in Horb (Kreis Freudenstadt). Feuerwehr Horb Bild in Detailansicht öffnen
Viele Unterführungen sind auch bei Horb überflutet. Feueerwehr Horb Bild in Detailansicht öffnen
Vom Gefälle des Wehrs in Mühlen bei Horb ist kaum noch etwas zu sehen. Bärbel Schlegel Bild in Detailansicht öffnen
Am Zusammenfluss von Eyach und Neckar (Kreis Freudenstadt) sind Wiesen überflutet. Bärbel Schlegel Bild in Detailansicht öffnen
Trüb und wild - der Neckar bei Hochwasser im Rottenburger Stadtteil Bad Niedernau (Kreis Tübingen). Bärbel Schlegel Bild in Detailansicht öffnen
Hochwasser auch in Neckarsulm-Obereisesheim (Kreis Heilbronn). Michael Köhler Bild in Detailansicht öffnen
Wie voll der Neckar ist, zeigt diese Ansicht der Brücke in Neckarsulm-Obereisesheim (Kreis Heilbronn). Michael Köhler Bild in Detailansicht öffnen
Wegen des Hochwassers ist die Brücke über den Neckar nach Neckarsulm-Obereisesheim (Kreis Heilbronn) für den Verkehr gesperrt. Michael Köhler Bild in Detailansicht öffnen
Auch der Kocher ist über die Ufer getreten und überschwemmt bei Schwäbisch Hall angrenzende Gärten. Harald Holz Bild in Detailansicht öffnen
Der dortige Uferspazierweg wird immer wieder durch Überflutungen unterbrochen. Harald Holz Bild in Detailansicht öffnen
Einige angrenzende Wege und Straßen sind am Kocher bei Schwäbisch Hall nicht begehbar. Harald Holz Bild in Detailansicht öffnen
Auch Hunde kriegen nasse Füße. Harald Holz Bild in Detailansicht öffnen
Vom Kocherufer bei Hardthausen-Gochsen (Kreis Heilbronn) ist nicht mehr viel zu sehen. Kim Hartmann Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Tauber bei Tauberbischofsheim führt derzeit leichtes Hochwasser und ist sehr kalt. Rosi Düll Bild in Detailansicht öffnen

Schifffahrt auf dem Neckar weiter betroffen

Die Schifffahrt auf dem Neckar, die wegen des Hochwassers zwischen Heilbronn und Mannheim eingestellt wurde, bleibt weiter betroffen. Der Pegel in Heidelberg liege immer noch bei 3,60 Meter - so die Wasserschutzpolizei. Erst wenn er unter 2,60 Meter falle, könne die Schifffahrt wieder freigegeben werden. Nach Einschätzung der Polizei lagen wegen der Sperrung zwischenzeitlich etwa 50 Schiffe auf dem Neckar fest.

Das Schifffahrtsamt rechnet damit, dass die Schifffahrt am Mittwoch wieder aufgenommen werden kann. Bis dahin sei die Gefahr von Fahrten zu hoch. Aufgrund des immer noch hohen Wasserstands, könnten Schiffe an Brücken hängen bleiben. Außerdem sei die Strömung zu stark. Teilweise war die Schifffahrt auf dem Rhein am Dienstagnachmittag noch eingeschränkt.

Entwarnung vom Deutschen Wetterdienst

Auch das Wetter betreffend ist in den nächsten Tagen mit Entspannung zu rechnen. "Das Gröbste ist vorerst überstanden, was den Regen angeht", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag in Stuttgart. Auch der Mittwoch soll mild werden.

Starke Regenfälle und Tauwetter hatten seit Sonntagnacht in Teilen Baden-Württembergs für Hochwasser gesorgt. An zahlreichen Flüssen, wie Neckar, Rems und Fils, wurden die Meldewasserstände überschritten. An einigen Stellen wurden Hochwasserwerte erreicht, wie sie statistisch alle zwei bis zehn Jahre vorkommen. Es kam zu Behinderungen durch überflutete Straßen.

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