Geldscheine und BW-Wappen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Gemeinsame Initiative mit anderen Bundesländern Baden-Württemberg: Pensionsrücklagen sollen nur noch nachhaltig angelegt werden

Sozial, ethisch, ökologisch: Das Geld, das später an Baden-Württembergs Beamte im Ruhestand ausgezahlt wird, soll bald nur noch nachhaltig angelegt werden. Dazu startet das Land eine Zusammenarbeit.

Baden-Württemberg wird die Rücklagen für Beamtenpensionen künftig gemeinsam mit den Bundesländern Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen in Aktien anlegen. Nach Angaben des Finanzministeriums handelt es sich dabei um nachhaltige Fonds.

Die Aktien für die Pensionsfonds der vier Bundesländer haben ein Gesamtvolumen von 3,6 Milliarden Euro, davon kommen rund 1,1 Milliarden Euro aus dem Versorgungsfonds Baden-Württemberg. Die Rücklagen dienen zur Sicherung der Versorgungsaufwendungen von Beamten und Richtern.

Keine Atomkraft, keine fossilen Brennstoffe

Nachhaltigkeit gelte auch für Geldanlagen des Landes, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne). Daher würde Baden-Württemberg gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Hessen und Brandenburg mit der jetzt erfolgten Umstellung beim Aktienvermögen nur noch in Unternehmen investieren, die in den Bereichen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung gut bewertet werden. Unternehmen, die zum Beispiel Atomenergie produzieren, sind im Wesentlichen ausgeschlossen. Das gleiche gilt für "CO2-intensive Unternehmen" und Konzerne, die ihr Geschäft mit der Gewinnung fossiler Brennstoffe bestreiten.

Grundlage dafür sind laut Ministerium internationale Normen und Standards zum Schutz der Umwelt sowie soziale und ethische Kriterien, die von den Vereinten Nationen festgelegt werden.

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