Schüler bei einer "Fridays for Future"-Demo in Freiburg Ende Mai (Archivbild). (Foto: SWR)

Proteste für den Klimaschutz "Fridays for Future"-Demos in ganz Baden-Württemberg

In mehreren Städten des Landes sind am Freitag wieder Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. In Karlsruhe stiegen sie dieses Mal aufs Fahrrad.

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Die Initiatoren der Protestaktion "Fridays for Future" fordern die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und einen Kohleausstieg in Deutschland bis 2030. Dafür demonstrierten am Freitag erneut Schülerinnen und Schüler in mehreren Städten Baden-Württembergs.

"Fridays for Future"-Fahrraddemo in Karlsruhe

In Karlsruhe war die Protestbewegung zum ersten Mal mit Fahrrädern unterwegs. Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fuhren durch die Innenstadt und forderten unter anderem eine schnellere Verkehrswende. Der Ausbau von Radwegen müsse viel stärker forciert werden, sagte Mitorganisator Johannes Herrmann im SWR.

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Freiburger Schüler fordern Citymaut

In Freiburg gingen am Freitag rund 7.500 Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Auf dem Platz der ehemaligen Synagoge wurde eine Kundgebung abgehalten. Für ihre Stadt forderten die Demonstrantinnen und Demonstranten zum Beispiel hundert Prozent erneuerbare Energien und bis 2030 eine sozialverträgliche Citymaut.

7.500 Menschen aller Altersgruppen waren bei der letzten "Fridays for Future"-Aktion vor den Sommerferien in Freiburg dabei (Foto: SWR, Anita Westrup)
7.500 Menschen aller Altersgruppen waren bei der letzten "Fridays for Future"-Aktion vor den Sommerferien in Freiburg dabei. Anita Westrup

In Stuttgart sollte gegen 11 Uhr ein Zug durch die Innenstadt ziehen. Auch in Aalen (Ostalbkreis), Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall), Mannheim, Pforzheim, Tübingen und Überlingen (Bodenseekreis) waren Demos angekündigt.

Greta Thunberg fordert in Berlin Durchhaltevermögen

Prominente Unterstützung bekamen die Demonstranten am Freitag aus Berlin. Die Initiatorin der "Fridays for Future"-Proteste, Greta Thunberg, forderte bei ihrer Rede in der Hauptstadt von ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern Durchhaltevermögen. Der Kampf für mehr Klimaschutz werde viele Jahre dauern, sagte die 16-Jährige. Gleichzeitig rief Thunberg die ältere Generation zur Mithilfe auf.

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