Demonstranten mit Plakaten (Foto: SWR)

Aktion "Fridays for Future" Schüler in Baden-Württemberg streiken für Klimaschutz

Unter dem Motto "Wir streiken, bis ihr handelt!" demonstrierten am Freitag Schülerinnen und Schüler in vielen Städten des Landes für einen besseren Klimaschutz.

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Größte Demonstration in Freiburg

In Freiburg fand die größte Demonstration in Deutschland statt, sagen die Veranstalter. Ihnen zufolge waren es in Freiburg am Freitagvormittag 5.000 Schülerinnen und Schüler, die gegen die nach ihrer Meinung untätige Politik protestierten. Laut Polizei nahmen in Freiburg rund 3.500 Schülerinnen und Schüler teil. Deutschlandweit zählen die Veranstalter über 25.000 junge Menschen.

Auch wenn der #FridaysForFuture an manchen Orten noch läuft, haben wir als erste Prognose über 25.000 Streikende Schüler*innen, Azubis und Studierende in über 55 Städten deutschlandweit. Das ist damit der größte deutsche #Klimastreik den es jemals gab. #schoolstrike4climate

In Freiburg pochten viele Schulleiter vor allem staatlicher Schulen auf die Schulpflicht und wollten die Schülerinnen und Schüler nicht vom Unterricht befreien. Wer trotzdem auf die Straße ging, müsse mit Konsequenzen rechnen. Die Organisatoren der Demonstration betonen jedoch, dass sie sich mit der rechtlichen Grundlage von Schülerstreiks sorgfältig auseinandergesetzt hätten. Sie berufen sich auf die Grundrechte Meinungs- und Demonstrationsfreiheit.

Die Stimmung in Freiburg sei euphorisch gewesen, berichten Beobachter der Demonstration. Auch in Offenburg, Stuttgart, Tübingen, Ulm, Heidelberg, Friedrichshafen, Karlsruhe und Pforzheim wurde demonstriert. Statt in die Schule zu gehen, forderten die jungen Menschen von der Politik mehr Engagement im Klimaschutz und einen schnellen Kohleausstieg.

Demonstrationen erst der Anfang

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Nisha Toussaint-Teachout, Mitorganisatorin des Schüler-Streiks in Stuttgart, ist überzeugt, dass die landesweiten Demonstrationen erst der Anfang der Protestaktionen sind. Gegenüber SWR Aktuell beklagte sie, dass viele Ältere sich nicht für Klimaschutz engagieren würden. Es sei "nichts cool daran, keine Zukunft für Kinder zu hinterlassen." Sie und ihre Mitdemonstranten wollten nicht rebellisch sein, sondern einfach eine Zukunft haben.

Friedrichshafen: "Veränderung jetzt"

In Friedrichshafen sind rund 150 Schülerinnen und Schüler für besseren Klimaschutz auf die Straße gegangen. In Offenburg waren es doppelt soviele. "Wir wollen Veränderung!" forderten sie am Freitag und skandierten "Klimaschutz, kein Schmutz!"

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Schwedische Schülerin Greta Thunberg als Vorbild

Die Aktionen der Schüler sind Teil der weltweiten Bewegung "Fridays for Future". Vorbild für die Streiks ist die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden, die seit Monaten freitags die Schule bestreikt, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

"Fridays for Future" in Baden-Württemberg Tausende Schüler demonstrieren für bessere Klimapolitik

Kinder demonstrieren (Foto: SWR, Schmidt)
Rund 400 Schüler demonstrierten in Tübingen für einen besseren Klimaschutz. Schmidt Bild in Detailansicht öffnen
Es war die erste "Fridays for Future"-Aktion für sie. Schmidt Bild in Detailansicht öffnen
In Friedrichshafen waren es ebenfalls mehrere Hunderte Schülerinnen und Schüler. Bild in Detailansicht öffnen
Deutschlandweit sehen sie sich als letzte Generation, die noch etwas ändern könnte. Bild in Detailansicht öffnen
In Freiburg gingen tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Bild in Detailansicht öffnen
Ein Großteil des Protests fand in Freiburg auf dem Platz der Alten Synagoge statt. Bild in Detailansicht öffnen
"Wir streiken, bis ihr handelt!" lautet das Motto in Freiburg. Bild in Detailansicht öffnen
In Ulm demonstrierten rund 200 Schülerinnen und Schüler auf dem Marktplatz. Michael Binder Bild in Detailansicht öffnen
Nach der Demonstration in Stuttgart klebten die Schülerinnen und Schüler ihre Plakate an eine Gitterwand Sebastian Gollnow Bild in Detailansicht öffnen
Hunderte forderten in Stuttgart mehr Engagement in Sachen Klimaschutz von der Politik Sebastian Gollnow Bild in Detailansicht öffnen
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