Handy-App zur Europawahl Erst wischen, dann wählen

Dauer

In Baden-Württemberg sind 40 Parteien zur Europa-Wahl zugelassen. Doch wen wählen? Die App "WahlSwiper" bietet Entscheidungshilfe. Sie wurde in Freiburg mitentwickelt.

"Soll die Europäische Union mehr Geld in Entwicklungshilfe investieren?" - mit 35 solcher Fragen soll die Entscheidung für eine Partei leichter fallen. Der "WahlSwiper" wurde vom Freiburger Politikwissenschaftler Uwe Wagschal und einem internationalen Team entwickelt. "Das Besondere ist, dass wir europäisch unterwegs sind, das heißt, wir bieten den Wahlswiper in 13 Ländern an", sagt Wagschal.

Keine Mammuttexte als Antworten

30 Fragen sind in allen europäischen Ländern gleich, fünf zusätzliche kommen aus den jeweiligen Ländern. Sobald alle Fragen beantwortet sind, errechnet das Programm, welche Partei prozentual die meisten Übereinstimmungen hat.

Nutzer der App, die auch im Internet abrufbar ist, können auch nachlesen, wie die einzelnen Parteien die Fragen beantwortet haben - in kurzen verständlichen Texten. "Wir wollen auch keine Mammuttexte, man soll sich schnell informieren, und die meisten Parteien haben dann auch eben solche Erklärtexte vorgelegt", erklärt Wagschal.

STAND