Windkraftanlage auf dem Grünen Heiner in Weilimdorf in Baden-Württemberg (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Erneuerbare Energien Anteil an Strom aus Windkraft im Jahr 2018 gestiegen

Der Anteil der Stromerzeugung durch Windräder in Baden-Württemberg hat 2018 deutlich zugelegt. Bei den erneuerbaren Energien insgesamt bleibt das Land aber hinter anderen Bundesländern zurück.

Mit einem Plus von 27 Prozent stieg der Anteil des Windstroms an der Gesamterzeugung in Baden-Württemberg auf 4,2 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Den größten Anteil unter den erneuerbaren Energien hatte 2018 die Photovoltaik, die um 3,8 Prozent zulegte und einen Anteil von 8,6 Prozent an der Stromerzeugung erreichte.

Einen Rückgang um 5,2 Prozent verbuchten dagegen die Wasserkraftwerke (6,9 Prozent Anteil). Grund war die große Trockenheit fast über das gesamte Jahr. Bei Biomasse gab es einen leichten Anstieg um 1,7 Prozent auf 8,2 Prozent Anteil. Die Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg nahm 2018 um 0,3 Prozent auf knapp 60,3 Millionen Megawattstunden ab. Erneuerbare Energien legten um 3,5 Prozent zu und erreichten einen Anteil von 28,2 Prozent.

Anteil von Atomstrom nimmt zu

Die beiden Atomreaktoren des Landes hatten einen Anteil von 34,3 Prozent (plus 12,5 Prozent). Steinkohlekraftwerke trugen 29,2 Prozent zur Stromproduktion bei (minus 0,6 Prozent), und Erdgas kam auf 6,3 Prozent (minus 17,8 Prozent). Der Rest der Bruttostromerzeugung von 2,0 Prozent verteilte sich unter anderem auf Heizöl, Braunkohle, Flüssiggas oder Raffineriegas.

Baden-Württemberg bleibt hinter anderen Ländern zurück

Im Vergleich zum Beispiel mit Schleswig-Holstein ist der Anteil der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg noch relativ gering. Im Norden entfielen 2017 gut 69 Prozent der Stromerzeugung auf diesen Bereich, überwiegend auf die Windenergie. Bundesweit betrug der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung im Jahr 2017 nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums 33,3 Prozent.

STAND