Schwerpunkt auf Wohnen und Holzbau Entwicklungsprogramm: 75 Millionen Euro für Dörfer und Gemeinden

442 Gemeinden in Baden-Württemberg sollen in diesem Jahr Geld von der Landesregierung bekommen, um vor allem Wohnprojekte umzusetzen. Auch die Ökologie steht im Fokus.

Insgesamt gibt die grün-schwarze Landesregierung in diesem Jahr 75 Millionen Euro für die Förderung von Dörfern und Gemeinden aus. "Von den nun angenommenen Projekten versprechen wir uns wichtige Impulse für die strukturelle Entwicklung unseres Ländlichen Raums", sagte der Minister für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), am Donnerstag.

Schwerpunkt auf Wohnen und Ökologie

Der Schwerpunkt des "Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum" (ELR) liegt in den Bereichen Wohnen und Holzbau. Da es auch auf dem Land zunehmend an Wohnraum mangele, sei es wichtig, dass mindestens die Hälfte der Fördermittel in den Schwerpunkt Wohnen fließe, so Hauk.

So werden beispielsweise im Ortenaukreis in Dörfern Scheunen zu Wohnhäusern umgebaut. Alte Häuser werden aufgestockt wie im Kreis Freudenstadt. Komplett neue Häuser werden besondern gefördert, wenn sie aus Holz gebaut werden - wie im Kreis Schwäbisch Hall.

Dörfer beleben, Arbeitsplätze schaffen

Fürs Bauen bekommen vor allem Privatleute Geld. Gefördert werden aber auch kleine Bäckereien, Blumenläden und Metzgereien. Ziel: Das Dorf beleben und Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Gemeinden kriegen Fördergeld, um ihre Ortskerne zu entwickeln, sagte Minister Hauk.

Unterstützt werden in diesem Jahr 1.251 Projekte in 787 Orten. Mit der Fördersumme von 75 Millionen Euro sollen Investitionen von insgesamt 620 Millionen Euro ausgelöst werden. Damit liegt das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 90 Millionen Euro höher.

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