Modell des neuen Wildparkstadions (Foto: Quelle: BAM Sports GmbH)

Einstweilige Verfügungen beantragt KSC streitet mit Stadt vor Gericht um Stadionneubau

Zwischen dem Karlsruher SC und der Stadt Karlsruhe gibt es Streit vor Gericht im Zusammenhang mit dem Neubau des Wildparkstadions. Der KSC hat einstweilige Verfügungen beantragt.

Es gibt insgesamt vier Streitpunkte, über die derzeit zwischen dem Fußball-Zweitligisten und der Stadt Karlsruhe vor Gericht verhandelt wird.

Von fehlenden Informationen bis zum Kiosk-Konzept

Gestritten wird unter anderem über fehlende Informationen über den sogenannten Totalunternehmervertrag, den die Stadt als Bauherrin mit den beteiligten Firmen abgeschlossen hat. Es geht außerdem um die Nutzung eines Business-Bereichs, um die Ausführung von Sonderleistungen im Stadion, wie die Verkabelung von Kamerapositionen und um das Betriebskonzept für Kioske. Zwei Gütetermine vor dem Karlsruher Landgericht blieben ohne Ergebnis.

"Der KSC bedauert es außerordentlich, dass der Verein aufgrund des vertragswidrigen Verhaltens der Stadt Karlsruhe gezwungen ist, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen."

Stellungnahme des KSC-Präsidiums

Keine Auswirkungen auf Bauarbeiten?

Der KSC begründet sein Vorgehen damit, dass er seine vertraglichen Rechte durchsetzen müsse. Nur so sei ein funktional taugliches und zeitgemäßes Stadion zu realisieren. Die Fraktionen im Gemeinderat wurden vom Verein schriftlich über die Streitigkeiten informiert. Er glaube nicht, dass der Streit zu Verzögerungen beim Bau führt, so der Fraktionsvorsitzende der SPD Parsa Marvi. Ein Vergleich sei denkbar, sagte der CDU Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch dem SWR. Die Vergleichsvorschläge seinen vielversprechend, betonte er.

"Das Problem hätte auch vorher außergerichtlich gelöst werden können."

Tilman Pfannkuch, CDU-Fraktionvorsitzender im Gemeinderat

Immer wieder Streit um Stadionbau

Die Stadt bestätigte die Streitpunkte in einer schriftlichen Stellungnahme. Sie äußert sich mit Hinweis auf das laufende Verfahren aber nicht darüber hinaus. Ein weiterer Termin vor dem Karlsruhe Landgericht soll am 23. September stattfinden.

Zwischen der Stadt Karlsruhe, die das Stadionprojekt vollständig vorfinanziert, und dem KSC gab es vor und während der Bauarbeiten immer wieder Auseinandersetzungen. Zuletzt gab es Streit über die Überdachung einer provisorischen Tribüne im Wildparkstadion.

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