Ein Zugführer fährt auf der Strecke der Gäubahn (Foto: picture-alliance / dpa)

Einschränkungen bei der Gäubahn Endstation Stuttgart-Vaihingen

Auf Reisende der Gäubahn kommen in Zukunft erhebliche Einschränkungen zu. Die Strecke könnte nach SWR-Recherchen über Jahre am Stuttgarter Stadtrand enden.

Durch Verzögerungen beim Bau des Projekts Stuttgart 21 wird die Gäubahn von Singen nach Stuttgart voraussichtlich für zwei Jahre oder länger in Stuttgart-Vaihingen enden. Ursprünglich sollte die Unterbrechung nur ein halbes Jahr dauern. Betroffen wären täglich rund acht- bis zehntausend Menschen.

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Reisende müssten in S-Bahn umsteigen

Das Problem ist, dass der neue unterirdische Stuttgarter Hauptbahnhof voraussichtlich deutlich früher fertig wird als der Flughafenbahnhof mit seiner Gäubahnanbindung. Züge aus Richtung Süden könnten dann den neuen Bahnhof nicht mehr anfahren. Reisende von Zürich, Singen, Rottweil oder Horb nach Stuttgart müssten in Vaihingen auf die bereits stark ausgelastete S-Bahn umsteigen. Die Reisezeit würde sich dadurch verlängern. Anschlüsse zu Zügen zum Beispiel in Richtung Mannheim, Heilbronn oder Schwäbisch Gmünd gingen verloren.

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Verkehrsministerium kennt das Problem

Dem Verkehrsministerium sei das Problem bekannt, teilte es auf Anfrage des SWR mit. In Gesprächen mit der Bahn soll geklärt werden, wie sich die Situation entschärfen lässt. Die Bahn äußert sich ausweichend – sie will die Bauzeit auf das notwendige Mindestmaß begrenzen.

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