Die Zukunft des Einkaufens Tübinger Firma entwickelt 3D-Web-Shop

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Das Onlinegeschäft macht den Einzelhändlern zu schaffen. Eine Tübinger Firma hat daher jetzt einen Web-Shop entwickelt, von dem Einzelhändler profitieren können. Es ist eine kleine Revolution im Online-Shopping.

Reingehen, Umschauen, stöbern und mit anderen darüber reden. So funktioniert die Plattform "CUUUB", die neue digitale Einkaufswelt. Ihren 3D-Webshop haben die Tübinger jüngst als Vertreter des Landes Baden-Württemberg auf dem größten Kreativfestival der Welt in Texas vorgestellt. Das Interesse der Industrie an der Weltneuheit ist riesig. Besonders interessant: die Webshop-Entwickler sehen in ihrer Erfindung keine Konkurrenz für echte Läden, sondern sagen: es ist eine große Chance für den Einzelhandel in den Städten.

Große Chance für Einzelhändler

Denn kleine Läden können die eigene Filiale in 3D ins Internet stellen und weltweit Kunden bedienen. Um die Shpos einzuscannen, fährt ein Techniker mit einem etwas ungewöhnlichen Gerät rum. Das Fahrzeug, das ganz langsam an den Regalen vorbeigeschoben wird, sieht aus wie ein großer Rollator, ein Trolley auf Rädern, mit Bildschirm und einem Dach auf dem mehrere Kameras, Laser und Scanner befestigt sind. Der Laden wird damit komplett eingescannt und später als digitaler Zwilling auf einer Internet-Shopping-Plattform für lokale Geschäfte präsentiert.

Fast wie im richtigen Leben shoppen gehen

Der reale Laden soll möglichst original kopiert werden. Man kann sich einzelne Produkte von allen Seiten anschauen, bekommt Daten und Kundenbewertungen dazu. Und mit einer Echtzeit-Chat-Funktion kann man, fast wie im richtigen Leben, shoppen gehen, so der Tübinger Software-Entwickler Frank Dürr. Mit der deutschen Telekom haben die Tübinger schon einen großen Partner an der Hand, fast täglich laufen Gespräche mit potenziellen Investoren oder Geschäftspartnern. Der Auftritt bei der weltgrößten Kreativmesse in Texas und die Förderung durch das Land haben dem Start-Up weiteren Schub gegeben. Auch an der Hochschule für Technik in Stuttgart ist man auf das Projekt aufmerksam geworden. Professor Oliver Höß ist Experte für elektronischen Handel und sieht in dem Web-Shop eine Zukunft.

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