Stuttgart: Ein Mann fährt zum Start des E-Scooter Anbieters Lime in Stuttgart auf einem Roller (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Edith Geuppert/dpa)

Kritik des baden-württembergischen Städtetags E-Roller: Keine Lösung, sondern neues Problem?

Die Kritik an E-Tretrollern in den Städten wächst. Der baden-württembergische Städtetag spricht von Unordnung und problematischen Zuständen.

Die E-Scooter seien keine Lösung des Verkehrsproblems: Sie würden auf Gehsteigen rumliegen und die sogenannte letzte Meile könne man auch zu Fuß gehen, sagte die Geschäftsführerin des Städtetags Baden-Württemberg, Gudrun Heute-Bluhm (CDU), dem SWR. Die elektrisch betriebenen Tretroller seien kein ökologischer Gewinn für die Städte. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) kritisierte, dass E-Roller-Fahrer trotz Verbots häufig auf Gehwegen unterwegs seien und Fußgänger gefährden würden.

Dies müsse ebenso wie das Abstellen klar geregelt werden, so der Grünen-Politiker. Bis Ende August hat die Polizei in den größeren Städten des Landes 28 Unfälle registriert, bei denen die Fahrer von E-Scootern verletzt wurden. In fast allen Fällen waren die Rollerlenker selbst Unfallverursacher. Ende August hatte eine Kontrollwoche in Mannheim und Heidelberg ergeben, dass Fahren in Fußgängerzonen und auf Gehwegen die häufigsten Verstöße sind.

Gefährlich und nicht nachhaltig?

Seit ihrer Zulassung auf deutschen Straßen im Juni stehen E-Scooter in der Kritik, nicht nur wegen der Gefahren im Straßenverkehr. Laut einer Einschätzung des Umweltbundesamts tragen die Roller nicht wie erhofft zu einer Verkehrswende oder nachhaltigeren Mobilität bei - im Gegenteil. Denn Rollerfahrten würden tendenziell eher Fußwege und Fahrradfahrten als Autofahrten ersetzen. Außerdem sei die Lebensdauer der Scooter gering.

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