Dienstwagencheck der Deutschen Umwelthilfe DUH: Strobl fährt am schmutzigsten

Dienstwagencheck der Deutschen Umwelthilfe DUH: Strobl fährt am schmutzigsten

BW-Innenminister Thomas Strobl (CDU) an seinem Dienstwagen (Foto: picture-alliance / dpa, Archivbild)
Die größte "Dreckschleuder" in der baden-württembergischen Landesregierung fährt nach den Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe Innenminister Thomas Strobl (CDU) - und zwar mit Abstand. Sein Audi A8-Benziner habe einen CO2-Ausstoß von 376 Gramm pro Kilometer. Strobls Ministerium begründet das mit den besonderen Sicherheitsanforderungen an das Fahrzeug eines Innenministers. Archivbild
Von wegen "Zero Emissions": Mit 252 Gramm ausgestoßenem CO2 pro Kilometer liegt der Dienstwagen von BW-Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) laut Deutscher Umwelthilfe zwar weit unter den Werten von Strobl, es reicht aber immer noch für Platz zwei unter den "dreckigsten" Autos. Archivbild
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) liegt mit den Emissionen seiner S-Klasse laut den Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe innerhalb der Landesregierung im Mittelfeld. Unter den Regierungschefs der Bundesländer fährt er demnach den zehntsaubersten Wagen. Archivbild
Hier nur ausnahmsweise im Elektro-Auto: Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) fährt innerhalb der Landesregierung laut Umwelthilfe-Check zwar einen der saubereren Wagen, im Bundesvergleich kommt er aber nicht so gut weg: Unter den Umweltministern der Länder liegt er mit 225 Gramm ausgestoßenem CO2 pro Kilometer auf Platz Zwei der "schmutzigsten" Dienstwagen. Archivbild
BW-Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) inszeniert sich zwar gerne als Fahrradfahrer, im Dienst muss es aber dann doch ein Mercedes sein - wenn auch ein Hybrid. Laut Deutscher Umwelthilfe fährt er mit einem Ausstoß von 193 Gramm CO2 pro Kilometer den "saubersten" Wagen innerhalb der Landesregierung. Archivbild
Im Bundesvergleich steht die baden-württembergische Landesregierung bei den Dienstwagen laut Deutscher Umwelthilfe insgesamt nicht besonders gut da: "Dreckiger" fahren demnach im Durchschnitt nur die Landesregierungen von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Archivbild

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Dienstwagen von deutschen Spitzenpolitikern verglichen. Baden-Württemberg belegt im Länderranking nur Platz 14 von 16. Den EU-Grenzwert hält kein Dienstwagen ein.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewertet jedes Jahr den CO2-Ausstoß von Politiker-Fahrzeugen. Grundlage waren diesmal laut Verband nicht die offiziellen Herstellerangaben, sondern der "reale" CO2-Ausstoß im Fahrbetrieb.

Die "reale" Definition der DUH ist nicht identisch mit den Angaben zum offiziellen CO2-Normausstoß der Autohersteller, die deutlich tiefer liegen. Bei ihrer eigenen Erhebung berechnet die Umwelthilfe die durchschnittliche Abweichung der Herstellerdaten von Messwerten im tatsächlichen Fahrbetrieb. Sie stützt sich dabei auf Methoden des Umweltforschungsverbunds ICCT, der den VW-Abgasskandal mit aufdeckte.

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