Virologe Sandro Halwe betrachtet in einem Forschungslabor des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg Zellkulturschalen. Das neuartige Coronavirus, das in China hunderte Menschen krank gemacht hat, beschäftigt auch hessische Wissenschaftler. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Mehr Labore können Test auswerten Wartezeiten für Coronavirus-Testergebnisse in BW verkürzen sich

Wer sich auf das Coronavirus testen lässt, muss unter Umständen nicht mehr so lange auf das Ergebnis warten. In mehreren Fällen in Baden-Württemberg fiel das Testergebnis auf das Virus negativ aus.

In Baden-Württemberg gibt es mittlerweile mehrere Labore, die den Test auswerten können. Neben dem Landesgesundheitsamt in Stuttgart hat auch die Uniklinik Freiburg solche Labore. An der Uniklinik in Heidelberg können die entnommenen Proben von Ende der Woche an ebenfalls untersucht werden.

"Wir können jetzt die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnis enorm verkürzen", erläuterte ein Sprecher der Uniklinik Freiburg am Mittwoch. Dort wurde bereits ein Mann auf die Lungenkrankheit getestet, der nach zwei bis drei Stunden sein - negatives - Ergebnis erhielt.

24 Stunden Wartezeit bei anderen Krankenhäusern

Krankenhäuser ohne Auswertungsmöglichkeiten müssen sich auf die Diagnostik der Berliner Charité verlassen. Hierbei beträgt die Wartezeit 24 Stunden. Der Freiburger Uniklinik-Sprecher erläuterte, dass in ihrem Fall nur bei einem positiven Testergebnis das Resultat nochmals in Berlin verifiziert werde.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Bislang waren an der Uniklinik Heidelberg und im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) mehrere Menschen auf den Erreger getestet worden. In keinem der Fälle erhärtete sich jedoch der Verdacht.

In Deutschland sind bislang vier Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto, die sich am Firmensitz in Gauting nahe München angesteckt hatten. Dort hatte eine aus China angereiste Kollegin, die mit dem Virus infiziert war, an einer Schulung teilgenommen. Sie hatte sich bei ihren Eltern in der schwer betroffenen chinesischen Metropole Wuhan angesteckt.

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