Baden-Württemberg Frauen im Land bekommen immer später Kinder

Die Zahl der "späten Mütter" in Baden-Württemberg steigt weiter an. Inzwischen ist jede vierte Mutter (25,8 Prozent) bei der Geburt ihres Kindes älter als 35, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit. Im Jahr 2000 lag die Quote noch bei 17 Prozent. Somit hatten von den 108.900 Neugeborenen 2018 rund 28.000 eine mindestens 35-jährige Mutter. Vor allem Akademikerinnen in den großen Städten bekommen im Schnitt erst mit Mitte oder Ende 30 Kinder. Die Ursachen für die späte Mutterschaft sehen die Statistiker vor allem in der zunehmenden Erwerbsbeteiligung und Ausbildungsdauer von Frauen. Dadurch werde die Familiengründung in eine höheres Alter verschoben. Dieser Trend zeige sich insbesondere bei hochqualifizierten Frauen. Insgesamt stieg das Durchschnittsalter bei der Geburt des ersten Kindes seit Ende der 1970er-Jahre immer weiter an. 1980 waren die Frauen im Schnitt 27 Jahre alt, im vergangenen Jahr knapp 32 Jahre.

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