Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg (Foto: dpa Bildfunk, Sebastian Gollnow, Archivbild)

Bildung in Baden-Württemberg Ministerin: Land braucht bis 2030 über 10.000 neue Lehrer

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sieht in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2030 einen erhöhten Bedarf an zusätzlichen Lehrerstellen. Die Lehrergewerkschaft sieht sich bestätigt.

In Baden-Württemberg werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich 10.600 zusätzliche Lehrerstellen benötigt. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Berechnung des Kultusministeriums.

Zum einen müssten infolge steigender Schülerzahlen neue Lehrerstellen geschaffen werden, zum anderen machten neue bildungspolitische Vorhaben mehr Lehrer erforderlich. Das hat die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erklärt. So solle der Ethikunterricht ausgeweitet werden, an den beruflichen Schulen fehlten Lehrkräfte und die Krankheitsreserven sollten ausgebaut werden.

Finanzministerin verspricht Prüfung

Die Berechnungen seien nicht in Stein gemeißelt, so Eisenmann, seien aber für eine verlässliche Steuerung unabdingbar. Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) hat versichert, dass die Berechnungen geprüft werden.

Bei der Lehrergewerkschaft GEW sieht man sich in eigenen Voraussagen bestätigt. Die Landesvorsitzende Doro Moritz hat die Landesregierung aufgefordert, angesichts voller Kassen schnell Abhilfe zu schaffen.

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