Baden-Württemberg Kurzarbeit soll flexibler werden

Angesichts der schwächelnden Konjunktur sprechen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft in Baden-Württemberg schon seit dem Sommer für flexiblere Regeln für die Kurzarbeit aus. Dafür hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) nun an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geschrieben. Es werde dringender Bedarf gesehen, zudem sollten Phasen der Kurzarbeit besser mit beruflicher Qualifizierung verbunden werden können. Zu den Vorschlägen für eine Flexibilisierung der Regeln gehört unter anderem, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von derzeit zwölf auf 24 Monate zu erweitern. Auch soll es schneller und einfacher ausgezahlt werden können. Unterzeichnet ist das Schreiben zudem von den Chefs des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, des Maschinenbauverbandes VDMA und der Gewerkschaft IG Metall, vom Präsidenten des Industrie- und Handelskammertages sowie dem Hauptgeschäftsführer des Handwerkstages. Die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe lasse keine kurzfristige Erholung erwarten, heißt es in dem Brief. Bereits bei einem von der Ministerin im September einberufenen "Konjunkturgipfel" hatten Landesregierung und Wirtschaftsvertreter über Maßnahmen für Kurzarbeit gesprochen.

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