Baden-Württemberg Immer mehr Todesfälle durch Ertrinken

Im vergangenen Jahr sind in Baden-Württemberg deutlich mehr Menschen ertrunken als im Jahr zuvor. Am Donnerstag meldete die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dass 2018 im Land 62 Personen ertrunken seien, 2017 waren es noch 38. DLRG-Präsident Achim Haag erklärt diese Entwicklung durch mehrere Faktoren. Er sieht vor allem einen Zusammenhang mit der zurückgehenden Schwimmfähigkeit und den anhaltenden Bäderschließungen in Deutschland. Seit langem mahnt er: Rund 60 Prozent der Zehnjährigen seien keine sicheren Schwimmer. Bereits 25 Prozent der Grundschulen haben keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad oder müssen zum Teil lange Wege auf sich nehmen. Der lange Sommer könne ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Eine besondere Risikogruppe bildeten laut DLRG weiterhin Flüchtlinge. 2018 ertranken in Deutschland 33 Asylsuchende, von denen der größte Teil Nichtschwimmer gewesen seien.

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