Baden-Württemberg Opposition fordert Aufklärung über Geld für Christoph-Sonntag-Projekt

Die Opposition im Stuttgarter Landtag verlangt Aufklärung über Geld für ein Projekt des Kabarettisten Christoph Sonntag mit der Landeszentrale für politische Bildung. Es geht um rund 260.000 Euro aus dem Etat des Sozialministeriums. Die Landeszentrale für politische Bildung und Sonntag bekamen das Geld für ein Projekt, um Jugendliche für Demokratie zu begeistern. Das Projekt lief zwei Jahre, eine Verlängerung lehnte das Sozialministerium jetzt ab. Es seien mögliche Ungereimtheiten aufgefallen, heißt es im Ministerium. In einer Landtagsanfrage der FDP geht es nach SWR-Informationen nun unter anderem darum, ob regelmäßig geprüft wurde, dass das Geld korrekt verwendet wurde und ob es eine Rolle gespielt habe, dass sich Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) und Kabarettist Sonntag gut verstehen. Darüber hatten die Stuttgarter Nachrichten berichtet und aus "kumpelhaften" SMS-Nachrichten zitiert. Dieser Vorwurf der Kungelei müsse schnellstmöglich aufgeklärt werden, verlangt auch die SPD. Das Sozialministerium betont, das Demokratieprojekt sei nicht von oben angeordnet, sondern von Mitarbeitern entwickelt worden. Christoph Sonntag selbst ließ erklären, alle Vorwürfe seien unberechtigt.

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