Baden-Württemberg Diskussion um Pestizide: CDU weist NABU-Vorwürfe zurück

Die CDU-Fraktion hat Vorwürfe des Naturschutzbunds (NABU) zurückgewiesen. Dessen Landesvorsitzender Johannes Enssle hatte der CDU vorgehalten, sie blockiere Vorschläge zur Verringerung von Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft. Aus Sicht der CDU-Fraktion liegt das Problem woanders: Das grün geführte Umweltministerium habe die Kabinetts-Vorlage von Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) monatelang aufgehalten. Dabei sei es um die Frage gegangen, ob und in welcher Form feste Ziele für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beschlossen werden sollen. Erst seit letzter Woche liege der Text offiziell vor. "Vorher konnte die Fraktion auch nichts stoppen", sagte ein Sprecher der CDU-Fraktion dem SWR. Der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle hatte kritisiert, dass die Landesregierung sich noch immer nicht einig sei, wie der Pestizid-Einsatz im Land verringert werden soll. Aus seiner Sicht ist vor allem die CDU-Fraktion verantwortlich für die Verzögerung. Das Volksbegehren für mehr Artenschutz sei die Quittung für diese Politik, sagte Enssle. Der NABU gehört zu den Unterstützern des Volksbegehrens.

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