Baden-Württemberg/Berlin Kretschmann: Kein radikaler Politikwechsel mit grüner Bundesregierung

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat versichert, dass es mit einer von seiner Partei geführten Bundesregierung keinen radikalen Politikwechsel geben würde. "Niemand muss Angst vor einem grünen Kanzler oder einer grünen Kanzlerin haben", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Online-Ausgaben vom Sonntag). Beim Umwelt- und Klimaschutz würden die Grünen zwar "andere Schwerpunkte setzen". Es würde aber auch viel Kontinuität geben, versprach Kretschmann und erwähnte unter anderem die Europapolitik. Zugleich sprach er sich gegen ein Bündnis mit der Linkspartei aus. Mit ihr sehe er "wenig Chancen für eine Koalition im Bund". Zwischen Bündnissen mit Union und SPD sehe er aber nicht die großen Unterschiede: "In gesellschaftspolitischen Fragen kommen wir mit der Sozialdemokratie weiter, in der Wirtschaftspolitik mit der Union." Beim Klimaschutz riet Kretschmann von zu vielen Geboten und Verboten ab. Außerdem enthielte das grüne Konzept zur CO2-Bepreisung soziale Maßnahmen wie das Energiegeld und die Abschaffung der Stromsteuer. Davon verspricht sich der Ministerpräsident mehr Akzeptanz für den Kurswechsel.

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