Ausstellung: "Das Parlament. 45 Leben für die Demokratie." Tübinger Politiker Walter Schwenninger als Comic im Reichstag

Im Berliner Reichstagsgebäude wird eine Comic-Ausstellung des Künstlers Simon Schwartz gezeigt. Zu sehen sind Comics zu Leben und Wirken von 45 Parlamentariern. Auch der 2010 verstorbene Tübinger Grüne Walter Schwenninger wird portraitiert.

In der Ausstellung im Reichstag werden Parlamentarier der deutschen Geschichte portraitiert. Walter Schwenninger saß von 1983 bis 1985 im Bundestag und setzte sich gegen den Welthunger und deutsche Waffenexporte ein. Er war einer der ersten Grünen im Bundestag. In sechs Sprechblasen des Comics von Künstler Simon Schwartz werden Stationen seines Lebens und sein politisches Wirken dargestellt.

Farbtupfer im ergrauten Parlament

1983 zog er ins Parlament ein und versuchte, die politische Kultur zu verändern. Farbtupfer im ergrauten Parlament wollten die Grünen damals sein, erklärte Schwenninger später. Sein Markenzeichen: lange Haare, schwarzer Bart und ein dicker Wollpullover. Der Pullover war aus Kolumbien. Schwenninger wollte damit auf die Kultur der Dritten Welt aufmerksam machen. Zu seinen wichtigsten Themen gehörte neben fairem Handel auch die Abrüstung.

Engagement für "Dritte Welt"

Im Tübinger Gemeinderat, also nach seiner Zeit im Bundestag, setzte sich der Gymnasiallehrer auch für die Dritte Welt und für die Städtepartnerschaft mit dem peruanischen Villa El Salvador ein.

Bundestag 1983 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Heinrich Sanden)
Die Abgeordneten der Grünen während der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages in Bonn 1983. Im Wollpullover der Grüne Walter Schwenninger. Heinrich Sanden
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