Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit Kippa (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Antisemitismus in Baden-Württemberg Strobl zu jüdischen Gemeinden: "Sie sind nicht alleine"

Vor wenigen Tagen wurde ein Mann in Freiburg in einem Fitness-Studio angegriffen, weil er eine Kippa trug. Am Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome sicherte Innenminister Thomas Strobl (CDU) den jüdischen Gemeinden Solidarität zu.

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat der jüdischen Gemeinschaft die Solidarität des Staates und der meisten Bürger des Landes zugesichert: "Wir sind bei und wir sind mit ihnen - auch, aber nicht nur am heutigen Tag des gemeinsamen Gedenkens", sagte der stellvertretende Ministerpräsident. Er war am Samstagabend in der Stuttgarter Synagoge beim Gedenken an die Reichspogromnacht im Jahr 1938. Die vom damaligen NS-Staat vorbereiteten und befohlenen Übergriffe auf jüdische Einrichtungen und Synagogen dürften niemals vergessen werden, erläuterte der CDU-Politiker.

Heute sei man an einem Punkt, der trotz des neuen und alten Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft Zuversicht geben kann, sagte Strobl. Diesmal seien die jüdischen Gemeinden bei der Abwehr des alten und neuen Antisemitismus nicht alleine. "Diesmal stehen Staat und Regierung, Polizei und Feuerwehren, aber auch Kirchen, Verbände und die allermeisten Bürgerinnen und Bürger an ihrer Seite", betonte der Innenminister. Der Staat nehme Gewalt gegen Synagogen nicht hin. Beim Gedenken an 1938 gehe es nicht nur um die Vergangenheit, sondern um die Verteidigung der demokratischen Gesellschaft.

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