Lehrerin schreibt an einer Tafel (Foto: dpa Bildfunk, Patrick Pleul)

Eisenmann und GEW bewerten Ergebnisse unterschiedlich Abschlussnoten an Schulen in Baden-Württemberg nur mittelmäßig

Die Abschlussnoten von Haupt-, Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschülern in Baden-Württemberg sorgen für Diskussionen. Die Prüfungsergebnisse haben sich nämlich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.

Das Kultusministerium hat die Ergebnisse der Abschlussprüfungen an Haupt-, Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen im Land analysiert. Die Ergebnisse der Abschlussprüfungen bewegen sich auf dem mäßigen Vorjahresniveau. An den Gemeinschaftsschulen konnten die Durchschnittsnoten im Vergleich zum Vorjahr gehalten werden: 3,0 in Deutsch, 3,1 in Englisch und 3,4 in Mathematik. Auch an Real-, Werkreal- und Hauptschulen bewegen sich die Schnitte weiter im Bereich der Note 3.

Eine Grafik zeigt die Notendurchschnitte von Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg. (Foto: SWR)
Die Ergebnisse der Abschlussprüfungen im Land bewegen sich wie im Vorjahr im Bereich der Note 3.

Eisenmann spricht von guter Unterrichtsqualität

Während das Kultusministerium von guter Unterrichtsqualität spricht, bewertet die Lehrergewerkschaft GEW die Abschlussnoten als nicht zufriedenstellend. Die Prüfungsergebnisse seien stabil, das spreche für eine gute Unterrichtsqualität an den Schulen, so die Bewertung von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Auch die SPD-Fraktion im Landtag zeigt sich stolz, wie viele Kinder es in den Gemeinschaftsschulen zu guten mittleren Bildungsabschlüssen schaffen.

Susanne Eisenmann sitzt in ihrem Büro auf einem Stuhl und argumentiert lebhaft. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Marijan Murat / dpa)
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht von einer guten Unterrichtsqualität. picture alliance / Marijan Murat / dpa

GEW bewertet Ergebnisse nicht zufriedenstellend

Die Bildungsgewerkschaft GEW bewertet die Ergebnisse dagegen als überhaupt nicht zufriedenstellend. Die Noten seien etwa gleich schlecht wie im vergangenen Jahr, so die Vorsitzende Doro Moritz. Das Problem fange in den Grundschulen an. Dort käme vor allem die Sprachförderung für benachteiligte Kinder zu kurz, so Moritz. Die GEW fordert mehr Förderstunden an Grundschulen und eine Erhöhung der Ausbildungskapazitäten für Grundschullehrer.

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