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Unabhängig von Inzidenzen

3G-Regel in Baden-Württemberg schon ab Montag - teilweise PCR-Testpflicht

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Wer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will, muss wohl schon ab kommender Woche getestet, geimpft oder genesen sein. Die Inzidenz soll im Alltag keine Rolle mehr spielen.

Baden-Württemberg will die Beschlüsse der Bund-Länder Konferenz zum 23. August bereits ab kommender Woche in einer neuen Corona-Verordnung umsetzen - und damit um eine Woche vorziehen.

Diese frühere Umsetzung hat nach Einschätzung von SWR-Landespolitik-Expertin Filiz Kükrekol folgenden Grund:

"Die Landesregierung möchte ganz klar den Druck auf all jene erhöhen, die noch nicht geimpft sind."

Ab Montag, 16. August, soll in Innenräumen und bei Veranstaltungen dann die 3G-Regel gelten. Heißt: Ins Restaurant, zum Friseur oder zum Konzert darf nur noch, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Diese Regel soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch unabhängig von der jeweiligen Inzidenz im Landkreis gelten. Die Landesregierung arbeite derzeit noch an der Verordnung, hieß es.

SWR-Landespolitik-Experte Markus Pfalzgraf mit den Details:

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PCR-Testpflicht unter anderem für Clubs und Diskotheken

Vorgesehen ist demnach, dass Ungeimpfte bei kulturellen Veranstaltungen im Innenbereich sowie in Clubs und Diskotheken künftig einen PCR-Test benötigen. Die gelten als genauer, müssen aber in einem Labor ausgewertet werden. In der Innengastronomie, bei Friseuren und körpernahen Dienstleistern soll hingegen weiterhin ein Antigen-Schnelltest ausreichen.

Welche Regelungen gelten für Kinder?

Kinder brauchen zumindest bis zum Ende der Sommerferien keine Tests. Danach werden sie in der Schule getestet. Die Kosten dafür werden vom Land übernommen.

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Wie teuer sind die Corona-Tests in etwa?

Die Corona-Schnelltests sind derzeit noch kostenlos. Ab dem 11. Oktober ändert sich das nach dem Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten aber. Dann müssen Ungeimpfte selbst für die Corona-Tests aufkommen. Ausgenommen sind Kinder sowie Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Wie teuer die Corona-Tests für Ungeimpfte ab Mitte Oktober werden, ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums noch offen. Ein PCR-Test kostet nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung 61 Euro im Labor. Schnelltests dürften deutlich günstiger werden.

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Keine Teilnehmergrenzen mehr bei Veranstaltungen

Mit der Einführung der 3G-Regel soll in Baden-Württemberg ab Montag auch die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wegfallen. Alle Einrichtungen und Betreiber können laut Plan des Gesundheitsministeriums "dann unter Vollauslastung öffnen" - vorausgesetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind geimpft, getestet oder genesen. Clubs und Diskotheken zum Beispiel können dann wieder so viele Besucher einlassen wie sie möchten - und zwar unabhängig von der Inzidenz im jeweiligen Landkreis.

Inzidenzstufen für Corona-Maßnahmen fallen weg

In der geplanten neuen Corona-Verordnung des Landes soll die Inzidenz laut Gesundheitsministerium nicht mehr als "ordnungspolitisches Instrument" auftauchen. Für Geimpfte, Genesene oder Getestete gibt es demnach dann keine Einschränkungen mehr - egal wie hoch die Corona-Inzidenz im jeweiligen Landkreis gerade ist. Das bisherige Stufenkonzept des Landes mit bestimmten Einschränkungen ab einer Inzidenz von 10, 35 oder 50 gilt dann nicht mehr.

Neuer Indikator zur Beurteilung der Corona-Lage soll kommen

Allerdings soll es künftig neue Kriterien zur Beurteilung der Corona-Lage geben. Wie der Amtschef des baden-württembergischen Sozialministeriums, Uwe Lahl, dem SWR am Donnerstag sagte, soll in den kommenden Wochen ein neuer Indikator erarbeitet werden. Er soll auf der Inzidenz, der Auslastung der Krankenhäuser und der Zahl der Geimpften basieren. Wie dieser Wert dann genau aussieht, werde aber vermutlich erst nach der Bundestagswahl am 26. September feststehen.

Im Privaten Bereich würden zunächst alle Kontaktbeschränkungen fallen, so Lahl weiter. Allerdings könne man sich vorstellen, dass es für nicht Geimpfte Beschränkungen geben werde, wenn die Zahlen im Herbst in die Höhe schnellen sollten.

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