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In Folge des Klimawandels, durch Brände, Dürre, Stürme und Schädlinge verzeichnet Deutschland einen dramatischen Waldverlust. Betroffen sind vor allem Nadelbäume wie Fichte und Kiefer.

Um den massiven Waldverlust zu stoppen, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) von der Bundesregierung rasches und konsequentes Handeln für den Klimaschutz. Spätestens auf der Sitzung des Klimakabinetts im September müssten verbindliche Maßnahmen beschlossen und die dann auch zügig umgesetzt werden, sagte der Vorsitzende des Umweltverbands, Hubert Weiger im SWR. Der Zustand des Waldes sei mehr als besorgniserregend.

Einen Ausschnitt des Interviews, können Sie hier nachhören:

Ohne Gesamthilfe-Programm stirbt der Wald

Auch Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) sieht dringenden Handlungsbedarf: Anfang Juli hatte sie angesichts der massiven Waldschäden ein großangelegtes Aufforstungsprogramm gefordert. Mehrere Millionen Bäume sollen den Verlust von insgesamt 110.000 Hektar Wald ausgleichen. Das allein reiche aber nicht, so der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Um die Wälder zu erhalten, müsse man das Spektrum deutlich erweitern und diese dringend zu "naturnahen Laubmischwäldern" umbauen.

Darüberhinaus stellte der BUND klare Forderungen an Politik und Forstwirtschaft. "Wir wissen genau, was zu tun ist", so Weiger. Dazu gehöre zum Beispiel die drastische Reduzierung des Energieverbrauchs sowie der schnelle Ausstieg aus der Braunkohle-Förderung. Handlungsbedarf bestehe aber nicht nur in der Klimapolitik, sondern auch im Bereich der Waldpolitik.

Worauf es dabei vor allem ankommt, erläutert Hubert Weiger im Audio:

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