Kirsten Tromnau (Foto: SWR)

Teures Anwohnerparken

Meinung: Umwelthilfe bleibt ihrem Lieblingsfeind treu

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Anwohnerparken muss in Baden-Württemberg deutlich teurer werden, fordert die Deutsche Umwelthilfe. In Zeiten, in denen alles teurer wird, ist das jedoch mehr als unsensibel, meint Kirsten Tromnau.

Die Deutsche Umwelthilfe tobt sich schon länger an den Autofahrern aus – Stichwort Dieselfahrverbote. Ihr neues Ansinnen lautet: Anwohnerparken muss teurer werden. Dazu fordert die Deutsche Umwelthilfe die Städte in Baden-Württemberg auf.

Baden-Württemberg

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In den meisten Städten könne man nach Aussage des Bundesgeschäftsführers der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch für umgerechnet 8 Cent am Tag als Anwohner ziemlich günstig sein Auto abstellen. Im gleichen Atemzug fordert er, die Preise für das Anwohnerparken von vielerorts 30 Euro auf mindestens 360 Euro im Jahr hochzusetzen.

Es gibt zwei Punkte, die mir an der Forderung nicht gefallen: die Pauschalität und der Zeitpunkt! Zum einen leben in Städten wie Stuttgart, Schwäbisch-Hall, Heilbronn oder Mannheim zwar auch gutbetuchte Menschen, aber eben nicht nur - gerade in den beiden letztgenannten Städten nicht. Eine pauschale Erhöhung für alle wäre mehr als unsensibel und ungerecht.

Schild für Anwohnerparken vor parkenden Autos (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa Marijan Murat)
Parken nur für die, die es sich leisten können? picture alliance/dpa Marijan Murat

Parkgebühr teilweise schön erhöht

Ebenso unsensibel finde ich, diese Forderung gerade jetzt zu stellen. Wir berichten täglich darüber, dass im Moment alles teurer wird und über die Überlegungen der Bundesregierung, die Bürger - so gut es geht - zu entlasten. Leider scheinen einige Städte in Baden-Württemberg dem Wunsch der Deutschen Umwelthilfe gehorsam zu folgen, Mannheim und Stuttgart prüfen bereits eine Erhöhung der Preise, andere haben es bereits getan.

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