In Deutschland fehlen rund 2,2 Millionen altersgerechte Wohnungen, so das Pestel-Institut aus Hannover.

Wohnen im Alter im Südwesten

Studie: Zu wenige Wohnungen für Senioren

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Christof Gaißmayer
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Tobias Frey

In Deutschland fehlen laut einer Studie 2,2 Millionen altersgerechte Wohnungen. Auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist die Wohnungsnot für Senioren groß.

Bundesweit gibt es einen eklatanten Mangel an barrierearmen und altersgerechten Wohnungen. Das zeigt eine Studie des Pestel-Instituts aus Hannover im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel.

Eigentlich benötigten aktuell rund 2,8 Millionen Seniorenhaushalte eine altersgerechte Wohnung. Es gebe aber nur rund 600.000 barrierearme Wohnungen, in denen Senioren lebten, so die Forscherinnen und Forscher.

Wohnungsmangel wird sich verschlimmern

Nach Einschätzung der Studienmacher werde sich der Mangel an altersgerechten Wohnungen in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen. Laut Pestel-Institut braucht man in Deutschland im Jahr 2040 rund 3,3 Millionen altersgerechte Wohnungen. In Baden-Württemberg werden laut Prognose bis 2040 445.000 altersgerechte Wohnungen benötigt, in Rheinland-Pfalz seien es voraussichtlich 172.000 Wohnungen.

Förderprogramm für seniorengerechte Wohnungen gefordert

Angesichts des bereits heute existierenden Mangels fordert das Pestel-Institut ein Förderprogramm altes Wohnen, da Deutschland ansonsten in die "graue" Wohnungsnot rasen würde. Dabei sei für Senioren nicht nur die Suche nach geeignetem Wohnraum ein Problem.

Auch die steigenden Kosten würden viele Menschen unter Druck setzen. "In Zukunft werden deutlich mehr Menschen als heute auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben", so der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. Für die Senioren von morgen, die zur Miete wohnen, werde es nach Ansicht der Studienautoren finanziell eng.

Baden-Württemberg

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