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Alternativen zu WhatsApp Die Schweizer chatten sicherer

Texte, Fotos und Videos verschicken und das möglichst preiswert: Mit 450 Millionen Nutzern weltweit ist WhatsApp der beliebteste Dienst. Allerdings gerät die Messenger-App wegen des sehr nachlässigen Umgangs mit den Kundendaten immer mehr in Verruf. Was sind die Alternativen?

Threema

Threema kommt aus der Schweiz.

Threema wird im Moment als die Alternative zu WhatsApp gehandelt. Die App stammt aus der Schweiz und ist genau wie der Marktführer weltweit mit allen Smartphones nutzbar, ähnlich einfach zu installieren und zu bedienen. Einziger Nachteil: Sie kostet 1,60 Euro.

Dafür hat sie viele Vorteile: Vor allem in Sachen Sicherheit. Denn alle sensiblen Daten wie Namen oder Telefonnummern werden laut Betreiber auf Servern in der Schweiz gespeichert. Die gesendeten Nachrichten und Bilder werden verschlüsselt übertragen.

Sicherheitsmängel: Immer wieder gibt es Meldungen über Sicherheitsmängel bei WhatsApp. Und kaum ein Messenger geht so locker mit persönlichen Daten der Nutzer um.

Die Telekom tut sich schwer

Joyn Messenger

Joyn - ein Dienst der Telekom

Auch die deutschen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 versuchen sich an einem neuen Nachrichten-Dienst. Joyn sollte sozusagen der SMS- und MMS-Nachfolger werden. Vor allem Telekom-Kunden kennen die App, weil sie auf ihrem Smartphone vorinstalliert ist. Doch der Dienst kommt nicht auf die Beine. Bisher unterstützen zu wenige Handys die Technologie.

Da zeigt es sich wieder: Kleine und unbekannte Apps haben es schwer, sich durchzusetzen. Chat-Dienste machen nur Sinn, wenn möglichst viele Freunde und Bekannte dabei sind.

Das macht sich Facebook zunutze und drückt seinen Messenger in den Markt. Um Nachrichten an andere Leute zu verschicken, muss man nicht einmal auf Facebook befreundet sein. Man muss nur die Handynummer wissen. Der Chat läuft im Hintergrund, unabhängig davon, ob man bei Facebook eingeloggt ist oder nicht.

Facebook hat dazugelernt

Facebook Messenger

Der Messenger von Facebook

Facebook und Datenschutz: Das ist kein einfaches Kapitel. Aber die Datenkrake hat dazugelernt. Im Gegensatz zu WhatsApp ist ein Abgleich mit dem Adressbuch nicht zwingend erforderlich. Wer will, kann außerdem seine Nummer sperren, damit man nicht von anderen Nutzern gefunden werden kann.

Das ist allerdings ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, welche Zugriffsrechte die App sich ansonsten alles einräumt – auf den Kalender zum Beispiel. Wer sensibel mit seinen Daten umgeht, ist hier fehl am Platz.