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Ab Juli Keine Plastiktüten mehr bei Rewe

Rund 140 Millionen Plastiktüten verkauft die Supermarktkette Rewe jährlich an ihre Kunden. Damit ist nun Schluss - zum Wohle der Umwelt. Die Politik hofft auf eine Sogwirkung.

Plastiktüte

Mit Plastiktüten soll bei Rewe Schluss sein.

Von Hauptstadt-Korrespondent Christoph Scheld

Rewe stoppt den Verkauf von Plastiktüten. Dadurch will Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler den Plastikmüll deutlich reduzieren. Rewe will den Kunden in seinen mehr als 3.000 Supermärkten Alternativen anbieten: Wiederverwendbare Tragetaschen aus Jute oder Baumwolle, Papiertüten und Kartons.

Bis Juli sollen noch Restbestände verkauft werden, danach ist Schluss mit Plastik. Der Konzern erhoffe sich dadurch auch einen Imagegewinn, erklärte Vorstand Lionel Suk.
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von der SPD begrüßte die Initiative: Sie hofft auf eine Sogwirkung, die in Zukunft auch andere Unternehmen zu vergleichbaren Schritten bringt.

Schlechte Umweltbilanz von Papiertüten

Kritiker bemängeln die schlechte Umweltbilanz von Papiertüten. Sie verbrauchten in der Herstellung viel Energie und Wasser. Die Deutsche Umwelthilfe fordert stattdessen stärker auf Mehrweg-Tragetaschen zu setzen. Diese müssten attraktiv gestaltet und im Markt platziert werden.

Ende April hatten sich rund 260 Handelsunternehmen freiwillig verpflichtet, künftig Geld für die Plastiktüten zu verlangen. So soll eine Richtlinie der EU umgesetzt werden. Sie sieht vor, dass ab dem Jahr 2025 nur noch 40 Plastiktüten jährlich pro Person benutzt werden. Derzeit verbraucht jeder Deutsche 70.

Online: Peter Mühlfeit