Wort des Jahres 2018 So denken Klima-Experten über das Wort "Heißzeit"

"Heißzeit" ist das Wort des Jahres. Denn es treffe das Gefühl des Jahres 2018 mit dem extremen Sommer und dem fortschreitenden Klimawandel. Doch was halten Klima-Experten davon? Umweltredakteur Werner Eckert hat sich bei der Weltklimakonferenz umgehört.

Das Wort des Jahres 2018 ist "Heißzeit". Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache mitgeteilt. "Heißzeit" beziehe sich auf extremen Sommer und gleichzeitig auf den Klimawandel, so die Jury.

Doch wie kommt diese Wahl bei den Menschen an, die sich täglich mit dem Klima der Welt und dem Klimawandel auseinandersetzen? SWR-Umweltredakteur Werner Eckert hat sich in Katowice bei der Weltklimakonferenz umgehört:

Auf Platz zwei bei der Wahl zum Wort des Jahres landete übrigens "Funklochrepublik", gefolgt von "Ankerzentren".

Die Gesellschaft für deutsche Sprache wählt jedes Jahr Begriffe, die das gesellschaftliche Leben in besonderer Weise bestimmt haben. Wort des Jahres 2017 war "Jamaika-Aus" - also die gescheiterte Koalition von Union, Grünen und FDP nach der Bundestagswahl.

Verlängerung bei der Klimakonferenz

Die Weltklimakonferenz selbst musste in die Verlängerung gehen. Eigentlich sollte sie am Freitag bereits zu Ende sein. Zu den Knackpunkten in Katowice gehören weiter die Transparenzregeln im sogenannten Regelbuch, die festlegen sollen, wie die nationalen Klimaziele der einzelnen Länder künftig eingereicht und überprüft werden.

Auch der Umgang mit den Schäden und Verlusten durch den Klimawandel insbesondere in den ärmsten Ländern ist noch hoch umstritten. Das Thema wanderte im Textentwurf in eine Fußnote - für die ärmsten Staaten der Welt ein Affront.

Frühestens am Samstag wird das Ende der Klimakonferenz erwartet - inklusive einer Einigung der fast 200 teilnehmenden Staaten.

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