Kraniche an einem See in Norwegen: Am Weltzugvogeltag machen die Initiatoren auf die Gefahren durch Plastimüll aufmerksam. (Foto: Imago, blickwinkel H.Baesemann)

Risiko für Zugvögel Initiatoren des Weltzugvogeltages machen auf die Gefahr von Müll aufmerksam

Plastikmüll und anderer Abfall in Gewässern und Feuchtgebieten ist eine echte Gefahr für Zugvögel. Darauf machen die Organisatoren des heutigen Weltzugvogeltags aufmerksam.

Albatrosse, Sturmvögel, Pelikane, Seeschwalben: Jahr für Jahr sterben den Initiatoren des Weltzugvogeltages zufolge eine Million Seevögel an Plastikmüll. Die Tendenz ist steigend.

Im Audiobeitrag berichtet Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt über die Forderung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Plastiktüten komplett zu verbieten.

Wenn Teile von Plastiktüten, -Trinkhalmen oder -Flaschen an der Wasseroberfläche schwimmen, werden sie von Seevögeln leicht mit Beute verwechselt. Manchmal wird der Müll dann sogar an den Nachwuchs verfüttert.

Ein voller Magen und trotzdem Hunger durch Plastikmüll

Plastik füllt den Magen der Tiere, ohne satt zu machen. Die Folge ist andauernder Hunger, obwohl der Magen voller wird. Werden scharfkantige Plastikstücke verschluckt, können diese die Organe verletzen und die Tiere dadurch töten.

Achtlos weggeworfene Fischernetze werden zudem leicht zu Fallen, in denen sich Seevögel verfangen. Auch Angelschnüre sind gefährlich.

Lebensräume von Zugvögeln schützen

Für die Organisatoren des Weltzugvogeltags sind das genügend Gründe, um weiterzukämpfen gegen den Plastikmüll in der Umwelt. Der Aktionstag wurde 2006 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um weltweit den Schutz von Zugvögeln und ihren Lebensräumen anzuregen.

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