SWR-Logo auf dem Funkhaus Stuttgart (Foto: SWR)

Wahl des SWR-Intendanten Gremium billigt Verfahren - zwei Kandidaten stehen zur Wahl

Rundfunkrat und Verwaltungsrat des Südwestrundfunks (SWR) haben sich auf ihrer gemeinsamen Sitzung in Stuttgart mit großer Mehrheit über das Verfahren für die Wahl der SWR Intendantin/des SWR Intendanten verständigt.

Für das Verfahren gab es 70 Ja-Stimmen, eine Gegenstimme und vier Enthaltungen. Die Wahl der Intendantin/des Intendanten wird in einer öffentlichen gemeinsamen Sitzung von Rundfunkrat und Verwaltungsrat erfolgen.

Zur Wahl am 23. Mai in Stuttgart stehen Kai Gniffke, Chefredakteur Tagesschau, und Stefanie Schneider, SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg.Die zur Wahl zugelassenen Kandidaten erhalten Gelegenheit, sich in dieser Sitzung dem Wahlgremium zu präsentieren.

Gottfried Müller, Vorsitzender des SWR-Rundfunkrates, begrüßte das Ergebnis. Das Wahlgremium habe "keinen Zweifel daran gelassen, dass es bei dieser Arbeit einzig und allein darum ging, den SWR in Zeiten des digitalen Wandels mit neuer Führung bestmöglich aufzustellen."

"Ein klares Ergebnis"

Hans-Albert Stechl, Vorsitzender des SWR-Verwaltungsrates, erklärte: "Wir haben heute in einer ausgesprochen konstruktiven und vertrauensvollen Atmosphäre das Wahlverfahren und den Wahlvorschlag der AG Intendantenwahl diskutiert und alle Argumente dazu offen ausgetauscht. Es freut mich, dass es uns gelungen ist, die Vorgehensweise und Motive der eingesetzten Arbeitsgruppe so zu vermitteln, dass am Ende nun ein so klares Ergebnis steht."

Boudgoust gibt Amt früher auf

Der amtierende SWR-Intendant Peter Boudgoust hatte im Dezember angekündigt, sein Amt Mitte dieses Jahres vorzeitig abzugeben. In den kommenden Jahren stünden viele strategisch wichtige Entscheidungen bei dem Sender an, begründete der 63-Jährige seine Entscheidung. Es sei falsch, "das Staffelholz im vollen Lauf zu übergeben" und die Entscheidungsfreiheit des künftigen Intendanten zu beschränken.

Boudgoust steht seit 2006 an der Spitze des Senders. Seine reguläre Amtszeit wäre erst im April 2022 zu Ende gegangen.

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