Vogelgesang 1 (Foto: SWR, SWR)

Vorwurf von Naturschützern Umweltverband wirft EU vor, Artenschutz-Ziele zu verfehlen

Wenige Tage vor der Europawahl haben Umweltschützer der EU vorgeworfen, ihre selbst gesetzten Ziele zum Artenschutz zu verfehlen.

Das geht aus einer Analyse der EU-Biodiversitätsstrategie hervor, die das Naturschutz-Netzwerk "BirdLife International" in Brüssel vorgelegt hat.

Die EU werde die Frist verfehlen, bis 2020 den Artenschwund zu stoppen, erklärte der Verbund Birdlife Europe. "Das Ergebnis ist alarmierend", urteilte der Umweltverband Nabu, der zu dem Netzwerk gehört.

Der Studie zufolge hat sich der Zustand der Artenvielfalt in land- und forstwirtschaftlichen Ökosystemen seit der Verabschiedung der Biodiversitätsstrategie verschlechtert statt verbessert. BirdLife fordert deshalb, noch in diesem Jahr Maßnahmen zu ergreifen, um den Artenschwund einzudämmen.

Unter anderem solle die EU-Kommission dafür sorgen, überfischte Fischbestände besser zu schützen und ein Verzeichnis von umweltschädlichen Subventionen erarbeiten.

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