Die transportfähigen Verletzten aus Deutschland sind aus Madeira gelandet. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Caroline Seidel/dpa)

Busunglück mit 29 Toten auf Madeira 15 Verletzte sind wieder zurück in Deutschland

Die 15 verletzten deutschen Touristen aus Madeira sind wieder zurück in Deutschland. Eine Bundeswehrmaschine hat sie zum Flughafen Köln/Bonn gebracht. Inzwischen ist auch bekannt, aus welchen Teilen Deutschlands sie stammen.

Um 17:01 Uhr ist der Airbus der Luftwaffe auf dem Flughafen Köln/Bonn gelandet. Die speziell für den Transport von Schwerverletzten ausgebaute Maschine rollte direkt in einen Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens. Dort warteten bereits zahlreiche Rettungswagen auf die Unfallopfer aus Madeira.

Franka Welz berichtet vor dem Abflug vom Rücktransport der verletzten Deutschen:

Rückkehrer stammen auch aus Baden-Württemberg

Abgeschirmt von der Öffentlichkeit wurden sie dort von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Rettungssanitätern, Ärzten und Verwandten in Empfang genommen. Die 15 Verletzten stammen nach Angaben der Stadt Köln aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg.

Viele Krankenwagen standen bereit, um die verletzten Urlauber weiterzutransportieren. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Caroline Seidel/dpa)
Viele Krankenwagen standen bereit, um die verletzten Urlauber weiterzutransportieren. picture alliance/Caroline Seidel/dpa

Eine Deutsche muss noch in Klinik bleiben

Portugiesische Medien zitierten die Behörden, wonach eine Deutsche noch nicht transportfähig sei und vorerst in der Klinik in Funchal bleiben müsse. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin - beide sind Portugiesen - liegen noch im Krankenhaus.

29 Tote nach Unfall von Reisebus nahe Caniço

Bei dem Unfall am Mittwochabend nahe der Ortschaft Caniço waren nach Angaben der portugiesischen Behörden 29 deutsche Touristen ums Leben gekommen. Die Bundesregierung hat bisher keine Opferzahl genannt; das soll erst geschehen, wenn alle Opfer identifiziert sind.

Rettungskräfte stehen nach dem Busunglück auf der portugiesischen Insel Madeira an dem Bus. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa)
Der Bus kam von der Straße ab und stürzte auch auf ein Wohnhaus. picture alliance/dpa

Unfallursache noch unbekannt - haben Bremsen versagt?

Der Fahrer hatte in einer engen Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, in dem mehr als 50 Passagiere saßen. Der Bus war einen Abhang herunter auf ein Haus gestürzt. Die genaue Ursache für den Unfall ist noch nicht geklärt - als wahrscheinlich gilt, dass die Bremsen versagt haben könnten.

Drei Tage Staatstrauer in Portugal - Trauerfeier in Funchal

In ganz Portugal galt derweil eine dreitägige Staatstrauer zum Gedenken an die Todesopfer. Auch vor dem Hotel Quinta Splendida, in dem die Urlauber wohnten, hingen die Flaggen auf halbmast.

In Funchal hatte die deutschsprachige evangelische Gemeinde am Karfreitag zu einer Trauerfeier in die Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen. Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa legte am Unfallort einen großen Kranz mit Rosen und einer großen rot-grünen Schleife nieder und hielt eine Schweigeminute für die Opfer ab.

REDAKTION
STAND