Bahn (Foto: picture-alliance / dpa, Martin Moxter)

Verkehrsminister setzt Prioritäten fest Bahn-Knotenpunkte sollen entlastet werden

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Mannheim, aber auch die Strecke Stuttgart-Nürnberg, gehören zu den wichtigen Ausbauprojekten der Bahn. Das hat das Bundesverkehrsministerium bekanntgegeben.

Deutschlandweit sollen 29 Schienenprojekte möglichst rasch umgesetzt werden, um den Bahnverkehr pünktlicher und schneller zu machen. Im Fall des Mittelrheins, wo Anwohner seit Jahren über Bahnlärm klagen, will der Bund zunächst mit einer Machbarkeitsstudie eine Alternativtrasse für den Güterverkehr prüfen.

Im Mittelpunkt steht der Ausbau der sechs wichtigsten Bahn-Knotenpunkte in Deutschland. Das sind die großen Bahnhöfe Köln, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Mannheim. Diese Knotenpunkte sind laut Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für einen Großteil der Verspätungen im Zugverkehr verantwortlich.

Grundlage für "Deutschland-Takt"

Als besonders wichtig stuft der Bund ab sofort auch den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Nürnberg ein, sowie zwischen Kehl und Appenweier. Übergeordnetes Ziel der Maßnahmen ist es, die Grundlage für den geplanten "Deutschland-Takt" zu schaffen. Für Bahnkunden soll bis 2030 ein neues Fahrplansystem aufgebaut werden.

Um die Anbindungen rund um den Mannheimer Hauptbahnhof zu verbessern soll rund eine Milliarde Euro investiert werden. Zu dem Projekt gehört auch der Neubau der Studernheimer Kurve. Dadurch sollen Güterzüge vom BASF-Gelände Richtung Mainz fahren können, ohne die Fahrtrichtung zu wechseln.

Eine Bahnanzeige mit Verspätungen und einem Zugausfall (Foto: SWR)
Bahnreisende brauchen häufig viel Geduld.

Lange Planungsphase für Mittelrhein-Trasse

In die Top-Kategorie der dringlichsten Bahnprojekte hat es die Alternativtrasse für den Mittelrhein nicht geschafft. Aber das Ministerium stellte fest: Die Belastung für die Menschen im Mittelrhein ist hoch. Und die mögliche Planungs- und Bauzeit für die neue Bahnstrecke von Troisdorf bis Mainz außergewöhnlich lang.

Deshalb soll möglichst schnell geprüft werden, ob diese neue Trasse wirtschaftlich überhaupt machbar wäre. Sieben bis acht Milliarden Euro werden dafür veranschlagt. Rentabel werde diese Verbindung mit vielen Tunneln aber nur, wenn dadurch deutlich mehr Güter transportiert werden könnten als bisher, so das Ministerium.

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