Zahlreiche Autos fahren auf der Autobahn 40 bei Essen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Marcel Kusch/dpa)

Spritpreis rauf, Pendlerpauschale weg, Tempolimit her Umweltbundesamt: So teuer müsste Autofahren eigentlich sein

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Das Klimapaket der Bundesregierung nehmen nur wenige ernst. Welche Maßnahmen nötig werden könnten, um wirklich etwas zu bewirken, zeigen Forderungen des Umweltbundesamtes.

Tempo 120, höhere Steuern auf Diesel, Abschaffung der Pendlerpauschale, höhere Lkw-Maut: Um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, hat das Umweltbundesamt bereits im Sommer in einem internen Bericht drastische Einschnitte empfohlen. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zunächst darüber berichtet.

Diesel würde 70 Cent mehr kosten, Benzin 47 Cent

Danach sollten alle Privilegien etwa für Dienstwagen und Dieselkraftstoffe wegfallen, die Pendlerpauschale abgeschafft werden, die Maut für Lkw stark steigen und auf Autobahnen rasch ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde eingeführt werden, heißt es in dem Papier, über das die Zeitung berichtet.

So würde allein die Steuer auf Diesel - der bislang steuerlich begünstigt wird - bis 2030 um gut 70 Cent je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer.

SWR-Wirtschaftsredakteurin Sabrina Fritz erklärt die Zahlen genauer:

Empfehlungen stammen bereits aus dem Frühsommer

Das Papier war den Informationen zufolge bereits im Juni erstellt worden, als die Bundesregierung ihr Klimapaket vorbereitete, ist aber im Netz mit November 2019 datiert. Öffentlich wurde es bislang nie.

Ob die Behörde ihre Einschätzungen publik machen darf, entscheidet das Bundesumweltministerium. Dort habe man die Erarbeitung konkreter Vorschläge dem Verkehrsministerium überlassen wollen, heißt es in dem Bericht.

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