Brennender Regenwald (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

USA steigen aus Klimaschutzabkommen aus Klimaforscher Latif: Ist das Klima trotzdem noch zu retten? Jetzt muss Europa ran!

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Die USA machen ihre Ankündigung wahr und ziehen sich aus dem Pariser Klimaabkommen zurück. Damit wird es für alle anderen Länder noch schwieriger, die Klimaziele zu erreichen.

"Wenn aus dem Pariser Klimaabkommen einer aussteigt, der für über ein Achtel der weltweiten Emissionen verantwortlich ist, dann ist das ein herber Rückschritt." sagte Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel im SWR.

Jetzt müssten die verbleibenden Staaten zeigen, dass es trotzdem möglich sei, etwas für das Klima zu tun. Dabei gehe es auch darum, deutlich zu machen, dass Klimaschutz keine Nachteile mit sich bringe.

Entwicklung von neuen Umwelttechnologien voranbringen

"Wir brauchen eine Lokomotive", die das Thema Klimaschutz weiterbringe, erläutert Latif. Es wäre schön wenn Frankreich und Deutschland gemeinsam aktiv würden. Allerdings erzeuge Frankreich ohnehin verhältnismäßig wenig Kohlendioxid, weil dort in großem Umfang Atomkraftwerke Strom erzeugten. Ein Weg könne jetzt sein, Umwelttechnologie zu entwickeln, die dann auch in anderen Ländern zum Einsatz kommt.

In Asien explodieren die CO2-Emissionen - Unterstützung aus Europa nötig

Latif fordert Europa auf, international noch mehr für den Klimaschutz zu tun. Die Europäer hätten zum einen das Know-how, zum anderen aber auch die finanziellen Möglichkeiten, hier in Vorleistung zu treten: "Wir müssen ja sehen, dass gerade in Asien die CO2-Emissionen förmlich explodieren. Das hat mit China, aber auch mit Indien zu tun. Wenn die so weitermachen, werden wir die Pariser Klimaziele überhaupt nicht einhalten können."

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