Blutmond (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Georg Hochmuth)

Totale Mondfinsternis Spektakulärer "Blutmond" für Frühaufsteher

Eine Stunde lang ist der Mond heute Morgen komplett im Kernschatten der Erde gelegen und schimmerte rötlich. Wer freie Sicht hatte, erlebte ein ungewöhnliches Schauspiel.

Frühaufsteher konnten in großen Teilen Deutschlands eine totale Mondfinsternis beobachten. Um 5:41 Uhr tauchte der Mond für mehr als eine Stunde in den Erdschatten ein. Dieses Ereignis wird auch "Blutmond" genannt.

Das liegt an den Sonnenstrahlen, sagt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Sie würden in der Atmosphäre der Erde gebrochen und nur die roten gelangen zum Mond. "Deshalb entsteht diese rötliche Färbung."

Wie Andreas Eberle von der Sternwarte Stuttgart im Video berichtet, war das Naturschauspiel in der Landeshauptstadt gut zu beobachten.

Mondfinsternis nur bei Vollmond

Zu einer totalen Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen dabei genau auf einer Linie. Das war am frühen Morgen der Fall.

Da der Mond gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erschien er zudem besonders groß. Manche sprechen deshalb von einem "Super-Blutmond".

Die nächste totale Mondfinsternis soll es erst wieder an Silvester 2028 geben. Dennoch ist das Spektakel nicht ganz selten, wie vielfach gedacht, erläutert die SWR-Wissensredaktion.

Wir müssen da mal was klarstellen: Überall wird die totale Mondfinsternis am Montagmorgen als seltenes Himmelsspektakel angekündigt. Aber schau doch mal auf die Zahlen!

REDAKTION
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