Feuer in Brasilien (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Topthema beim G7-Treffen Merkel: Es muss alles getan werden, damit der Regenwald aufhört zu brennen

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Der Amazonas steht in Flammen - und Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro steht im Zentrum der Kritik. Der brennende Regenwald ist auch beim G7-Treffen im französischen Biarritz auf der Tagesordnung - Kanzlerin Merkel äußerte sich vorab.

Die deutsche Kanzlerin erwartet von diesem Gipfel angesichts der verheerenden Waldbrände am Amazonas ein klares Signal für mehr Klimaschutz. Es müsse alles dafür getan werden, damit der Regenwald aufhöre zu brennen, sagte Angela Merkel (CDU) kurz vor ihrem Abflug Richtung Biarritz.

Was Merkel zu den Bränden im Regenwald sagte, hören Sie im Audio:

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Macron setzt Feuer auf G7-Tagesordnung

Der französische Gastgeber, Präsident Emmanuel Macron, hat die Feuer in Brasilien kurzfristig auf die Tagesordnung des G7-Treffens gesetzt. Und angekündigt, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und vier südamerikanischen Staaten zu blockieren. Das lehnt die Bundesregierung allerdings ab und verweist darauf, dass der Vertrag verbindliche Regelungen zum Klimaschutz enthalte.

Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern die G7-Staaten dazu auf, schnell zu handeln. Ein kaputtes Wirtschaftssystem verbrenne den Planeten, heißt es etwa bei Oxfam. Die großen Industrienationen müssten mehr für den Klimaschutz tun und den ärmeren Ländern dabei helfen, mit den Folgen der Erderwärmung fertig zu werden.

Industrienationen uneinig wie selten

Offiziell beginnt der Gipfel mit einem gemeinsamen Abendessen. Dabei soll es vor allem um außen- und sicherheitspolitische Fragen gehen. Das Treffen dürfte nicht einfach werden. Handel, Iran, Klimaschutz - die großen Industrienationen sind sich so uneinig wie selten.

Der Badeort Biarritz ist weiträumig abgeriegelt. Insgesamt sind mehr als 13.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

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