Vater: "Ich konnte nicht glauben, dass er mein Sohn ist"  (Foto: SWR)

Terroranschlag in Straßburg Vater: "Ich konnte nicht glauben, dass es mein Sohn ist"

Nach dem Anschlag von Straßburg haben sich die Eltern des mutmaßlichen Attentäters zu Wort gemeldet. In einem TV-Interview sagte der Vater, sein Sohn sei Anhänger der Terrormiliz IS gewesen.

Der Vater beschrieb dem französischen Fernsehsender France 2, dass sein Sohn der Propaganda des IS geglaubt habe.

Er habe versucht, seinem Sohn wegen der Gräueltaten des IS die Augen zu öffnen, sagte Abdelkrim Chekatt, doch er sei nicht zugänglich und davon überzeugt gewesen, dass die Terrorgruppe für eine gerechte Sache kämpfe. Der Vater des Attentäters betonte, dass er seinen Sohn angezeigt hätte, wäre er über dessen Pläne informiert gewesen.

"Ich konnte erst nicht glauben, dass es sich um meinen Sohn handelt, ich hätte versucht, ihn zur Vernunft zu bringen, und sich zu ergeben. Hätte ich gewusst, was er plante, ich hätte ihn angezeigt und so den Tod Unschuldiger und seinen Tod verhindert."

Vater von Chérif Chekatt

Noch während dessen Flucht habe er versucht, telefonisch Kontakt zu ihm aufzunehmen, doch der Sohn habe nicht geantwortet. Chérif Chekatt wurde am Donnerstag von der Polizei erschossen.

Die Mutter sagte, sie sei schockiert, dass ihr Sohn so etwas getan habe:

"Ich war völlig schockiert, nicht nur für mich, sondern für alle, dass mein Sohn so etwas tun konnte."

Mutter von Chérif Chekatt

Die Eltern von Chérif Chekatt sowie zwei Geschwister waren Samstag festgenommen worden, sind aber wieder freigelassen.

Bei dem Anschlag in Straßburg wurden fünf Menschen getötet.

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