Ein Polizist läuft zu einem der Anschlagsorte (Reuters) (Foto: SWR)

Augenzeugin berichtet vom Anschlag Christchurch: "Plötzlich wurde die Klimademo abgebrochen"

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Mutmaßlich rechtsextreme Terroristen haben 49 Menschen im neuseeländischen Christchurch ermordet. Die freie Reporterin Anke Richter war während des Anschlags dort.

Sie erlebte die Auswirkungen des Doppel-Anschlags. Dem SWR schilderte sie, was sie gesehen hat.

Richter besuchte gerade Schülerptoteste gegen die Klimakatastrophe. Sie hatten am Freitag zum ersten Mal in Christchurch stattgefunden. Doch eine Stunde früher als geplant, wurde die Veranstaltung plötzlich abgebrochen:

Auch Kinder wurden erschossen

Während des Freitagsgebets hatte einer der Angreifer in der Masjid-al-Noor-Moschee im Zentrum von Christchurch das Feuer auf die muslimischen Gläubigen eröffnet: 41 Menschen starben.

In fünf Kilometern Entfernung wurden bei einem weiteren Angriff auf eine kleine Vorortmoschee sieben weitere Menschen getötet, davon drei vor dem Gebäude.

Insgesamt starben 49 Menschen. Wo das 40. Opfer starb, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Augenzeugen berichteten, dass einige der Opfer in der Hauptmoschee aus nächster Nähe erschossen wurden und unter den Toten auch Kinder sind.

Die Täter griffen offenbar mit halbautomatischen Gewehren an. Verschiedene Medien berichte, sie hätten minutenlang in die Menge geschossen und immer wieder auf jeden gefeuert, den sie für lebendig hielten.

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