Warnstreiks bei der Bahn (Foto: picture-alliance / dpa, Fotograf: Georg Wendt)

Nach Warnstreiks Kritik an der Bahn Weiter Verspätungen und Zugausfälle möglich

Nach dem bundesweiten Warnstreik gestern soll der Bahnverkehr heute wieder größtenteils planmäßig ablaufen. Bei einzelnen Verbindungen kann es aber noch zu Verspätungen und Zugausfällen kommen.

Manche Züge seien nach dem Warnstreik noch immer nicht dort, wo sie nach Fahrplan sein sollten. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn dem SWR. Fahrgäste sollten deshalb auch weiterhin vor der Fahrt überprüfen, ob ihr Zug auch wirklich fährt.

Der Warnstreik gestern hatte bis zum Betriebsschluss starke Auswirkungen auf den Bahnverkehr. So fielen am Abend zum Beispiel zwischen Stuttgart und Köln weiterhin viele Fernzüge aus. Auch wer von Mannheim nach Basel fahren wollte oder von Ulm Richtung München, konnte Pech haben.

Tarifverhandlungen gehen weiter

Die Deutsche Bahn setzt heute die Tarifverhandlungen fort: Am Morgen wird in Eisenach mit der Lokführergewerkschaft (GDL) gesprochen, am Nachmittag verhandelt der Konzern dann in Berlin mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Beide Gewerkschaften fordern 7,5 Prozent mehr Geld.

Kritik an der Deutschen Bahn kommt von Verbraucherschützern. Die Bahn habe den Betrieb ohne Rücksicht auf Verluste eingestellt, ohne Ersatzverkehr zu organisieren oder ausreichend zu informieren, sagte der Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller.

Der Fahrtgastverband Pro-Bahn monierte, dass es keinen Streikfahrplan gegeben habe und auch die Auskunftszentren bestreikt worden seien. (Audio)

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