Japan, Nagano: Ein Hubschrauber vom fliegt über ein überschwemmtes Wohngebiet. (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Yohei Kanasashi/Kyodo News/dpa)

Nach dem Taifun Tote und Vermisste in Japan nach Taifun "Hagibis"

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Nach dem schweren Taifun in Tokio und Umgebung sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Mindestens 30 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. 20 gelten noch als vermisst.

Nach dem Taifun am Samstag mit sinnflutartigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern gibt es viel zu tun in Japan: Auf der Hauptinsel Honshu wurden viele Straßen komplett unter Wasser gesetzt, Häuser zerstört. Tausende haben die Nacht in Notunterkünften verbracht. Aus einigen Dämmen wurde Wasser kontrolliert Wasser abgelassen, damit sie nicht brechen.

Dauer

Der Nah- und Fern- sowie der Flugverkehr kamen langsam wieder in Gang. Im Nordosten des Landes waren nach Angaben des Energiebetreibers Tepco mehrere zehntausend Menschen ohne Stromversorgung.

Vor der Tokioter Bucht ist in der Nacht zudem ein Schiff aus Panama gesunken, nur ein kleiner Teil der zwölfköpfigen Besatzung konnte gerettet werden, die anderen werden noch vermisst.

Taifune normal für Japan

Japan wird jedes Jahr von rund 20 Taifunen heimgesucht. Wirbelsturm Nummer 19 in diesem Jahr hat in mehreren Präfekturen und auch in Tokio erhebliche Schäden angerichtet. Mancherorts krachten Häuser wie Pappkartons zusammen, andere wurden schwer beschädigt.

Der Großraum Tokio wurde auch noch von einem schweren Erdbeben (Stärke 5,7) erschüttert. Die Gefahr eines Tsunamis bestand allerdings nicht, wie die nationale Wetterbehörde bekanntgab.

Die Behörden hatten für Tokio und mehrere andere Regionen erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben. Mehr als sechs Millionen Menschen wurde geraten, sich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen. 

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