Die Lunge eines Tuberculose-Kranken im Röntgengerät. (Foto: picture-alliance / dpa)

"Täglich sterben Tausende" Die Tuberkulose ausgerottet? Von wegen!

Die Infektionskrankheit - medizinisch eigentlich besiegt - tötet heute mehr Menschen, als das HI-Virus. Die jüngsten Zahlen der WHO sind erschreckend.

Bis zum Jahr 2030 will die Weltgemeinschaft Tuberkulose eigentlich in den Griff bekommen. Ein neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt: Von diesem Ziel sind vor allem strukturschwache Regionen in Afrika und Zentralasien noch weit entfernt.

Ohne Behandlung oft tödlich

Noch vor der Immunschwächekrankheit Aids ist Tuberkulose nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiterhin die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. 1,6 Millionen Menschen starben 2017 an Tuberkulose, wie die WHO in ihrem neuen Jahresreport berichtet.

An den Folgen von Aids starben nach UN-Angaben im selben Jahr rund 940.000 Menschen. Mit Antibiotika ist Tuberkulose heilbar, ohne Behandlung kann sie tödlich sein.

Hören Sie dazu im Audio den Bericht von Kai Clement, New York:

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