Luft-Messstelle am Stuttgarter Neckartor (Foto: dpa Bildfunk)

70 Messstellen untersucht TÜV-Gutachten: Messstellen für Stickstoffdioxid sind richtig aufgestellt

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Wird die Belastung durch Diesel-Abgase in deutschen Städten richtig gemessen? Der TÜV Rheinland sagt: Ja, die Messstellen für das giftige Stickstoffdioxid sind insgesamt korrekt aufgestellt.

Der TÜV-Rheinland hat das Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums gemacht, das jetzt vorgestellt wurde. Untersucht wurden 70 Messstellen. Bei 66 davon gab es keine Auffälligkeiten.

Vier Messstellen mit leichten Auffälligkeiten

Drei Geräte in Pleidelsheim bei Stuttgart, München und Wiesbaden sind zwar leicht anders aufgestellt als die EU vorgibt – sie liefern aber laut TÜV trotzdem repräsentative Ergebnisse.

Bei einer Messstelle in Berlin-Neukölln ist sich der TÜV nicht sicher und empfiehlt weitere Untersuchungen.

Unions-Politiker hatten zu strenge Messungen kritisiert

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) fühlt sich bestätigt. Sie sagt, das Gutachten entlarve die Ablenkungsmanöver. Die seien eine unnötige Verunsicherung der Menschen. Und sie hoffe, dass das ein Ende hat.

Kritiker zum Beispiel aus den Reihen der Union hatten immer wieder bemängelt, dass in Deutschland zu streng gemessen wird – und damit unnötigerweise Fahrverbote verhängt werden.

Bei zu hohen Stickstoffdioxid-Werten gibt es Fahrverbote

Grund für die Fahrverbote sind zu hohe Stickstoffdioxid-Werte ausgestoßen durch vor allem ältere Dieselautos. Die EU schreibt unter anderem vor, dass immer an der Stelle gemessen werden muss, die am stärksten belastet ist.

Das Gutachten des TÜV bestätigt jetzt: Die Stickstoffdioxid-Messstellen sind vorschriftsmäßig aufgestellt.

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