Eine Jugendliche vergräbt ihr Gesicht in den Händen (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Nicolas Armer/dpa)

Studie der Barmer Ersatzkasse Deutliche Zunahme bei Depressionen von Kindern und Jugendlichen

Immer mehr Kinder und Jugendliche haben Depressionen - das geht nach einer Anfrage des NDR aus einer Erhebung der Barmer Ersatzkasse hervor.

190.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren sind der Studie zufolge insgesamt betroffen. Die Zahlen sind hochgerechnet aus den Daten der Kasse der Jahre 2005 bis 2017.

In der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen hätten sich die Depressions-Diagnosen seit 2005 mehr als verdoppelt, bei den 15- bis 18-Jährigen seien es sogar zweieinhalb Mal so viel.

Grund offenbar Druck in Schule und Familie

Nach Ansicht des Hamburger Kinderpsychiaters Michael Schulte-Markwort sei vor allem der Druck in Schule und Familie Grund für die Depressionen. "Manchmal sagen mir auch schon Neunjährige in der vierten Klasse: Wenn ich den Überstieg ins Gymnasium nicht schaffe, ist mein Leben gelaufen", so der Psychiater. Er wünscht sich mehr Aufmerksamkeit gegenüber der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und dass diese auch behandelt werden, wenn es nötig ist.

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